10 April 2026, 22:33

Stuttgarter KI-Start-up Sereact sichert sich 25 Millionen Euro für Roboter-Revolution

Gruppe von automatisierten Robotern, die auf einem Förderband in einem Lager arbeiten und Kartons handhaben, mit Fahrzeugen auf dem Boden sichtbar.

Stuttgarter KI-Start-up Sereact sichert sich 25 Millionen Euro für Roboter-Revolution

Sereact: Stuttgarter KI-Start-up sammelt 25 Millionen Euro in Series-A-Finanzierungsrunde

Das in Stuttgart ansässige KI-Start-up Sereact hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 25 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Technologien, die Robotern ermöglichen, sich ohne vorherige Programmierung an neue Aufgaben anzupassen. Bereits jetzt setzen große Automobilhersteller und Logistikunternehmen die Software in ihren Betrieben ein.

Die Finanzierungsrunde wurde von der Risikokapitalgesellschaft Creandum angeführt, mit Beteiligungen von Point Nine, Air Street Capital sowie prominenten Business Angels. Zu den Investoren zählen der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der Tech-Unternehmer Mehdi Ghissassi und der Frühphaseninvestor Ott Kaukver. Sereact plant, das Kapital in die Entwicklung neuer Roboter-Hardware und den Ausbau seiner Präsenz auf dem US-Markt zu stecken.

Kern der Technologie ist PickGPT – ein KI-Modell für robotergestützte Intelligenz. Anders als herkömmliche Systeme, die umfangreiche Vorprogrammierung erfordern, setzt PickGPT auf "Zero-Shot"-visuelles Schlussfolgern. Dadurch können Roboter unbekannte Aufgaben in Echtzeit erlernen und sich dynamisch anpassen, ohne vorher trainiert worden zu sein.

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Unternehmen wie BMW, Daimler Truck, der niederländische Online-Händler Bol und der Logistikdienstleister Active Ants haben die Software bereits in ihre Fabriken integriert. Wie Ralf Gulde, CEO und Mitgründer von Sereact, erläutert, ermöglicht das System Robotern, adaptiv zu handeln – was die Effizienz in sich ständig ändernden Umgebungen deutlich steigert. Der Ansatz erinnert an das britische Unternehmen Wayve, doch Sereact konzentriert sich speziell auf Logistik- und Lagerautomatisierung.

Mit den frischen 25 Millionen Euro will Sereact seine Robotik-Plattformen ausbauen und die Aktivitäten in den USA ausweiten. Die Fähigkeit der Technologie, Vorprogrammierung zu reduzieren und gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen, hat bereits große Industriepartner überzeugt. Mit weiterer Entwicklung könnte die Lösung eine breitere Verbreitung in globalen Lieferketten finden.

Quelle