01 February 2026, 20:53

Taylor Swift macht Wiesbadener Gemälde Ophelia weltberühmt – Museum hofft auf Besuch

Eine alte Zeitungsannonce für das Nouveau Theatre in Boulton, Frankreich, mit Text, der das Theaterangebot beschreibt.

Taylor Swift macht Wiesbadener Gemälde Ophelia weltberühmt – Museum hofft auf Besuch

Taylor Swifts neues Musikvideo katapultiert ein unbekanntes Gemälde in den Rampenlicht

Das jüngste Musikvideo von Taylor Swift hat einem kaum bekannten Gemälde unerwartete Berühmtheit beschert. In The Fate of Ophelia (dt. Ophelias Schicksal) ist Ophelia des Malers Friedrich Heyser zu sehen – ein Werk, das im Museum Wiesbaden ausgestellt ist. Die Veröffentlichung des Songs hat einen regelrechten Ansturm auf das Museum ausgelöst und sogar eine offizielle Einladung an den Popstar, das Kunstwerk persönlich zu besichtigen.

Das Gemälde tauchte erstmals in Swifts Video auf und brachte Hunderte Fans dazu, ins hessische Museum zu strömen. Innerhalb von nur zwei Tagen pilgerten über 500 Swifties – wie sich die Anhängerinnen und Anhänger der Sängerin nennen – nach Wiesbaden, um Heysers Werk aus dem 19. Jahrhundert zu bewundern. Das einst in Vergessenheit geratene Bild steht nun im Mittelpunkt globaler Aufmerksamkeit.

Gerettet wurde Ophelia 2017 von Danielle Neess und ihrem verstorbenen Mann vor dem Verfall. Sie erwarben es in schlechtem Zustand auf einer Auktion und ließen es später restaurieren. Schließlich vermachte das Paar seine gesamte Sammlung, darunter auch das Gemälde, dem Museum Wiesbaden.

Der plötzliche Hype hat auch eine breitere Debatte über den Jugendstil ausgelöst. Der Experte David Suppes sieht darin eine Chance, Heysers Schaffen und die Kunstrichtung neu zu entdecken. Gemeinsam mit Neess hat er Swift persönlich eingeladen, nach Wiesbaden zu kommen. Diese Aufforderung unterstützte auch Hessens Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels, der der Sängerin offiziell einen Besuch im Museum anbot.

Ausschnitte aus einem Gespräch zwischen Suppes und Neess sollen bald auf Suppes' Instagram-Kanal veröffentlicht werden. Da es keine Besucherzahlen vor der Veröffentlichung des Videos gibt, wirkt der aktuelle Ansturm umso beeindruckender.

Die neu gewonnene Popularität des Gemäldes rückt das Museum Wiesbaden in den Fokus. Während Fans weiterhin strömen, hoffen Verantwortliche und Experten, dass Swift die Einladung annimmt. Vorerst bleibt Ophelia eine Brücke zwischen zeitgenössischer Popkultur und klassischer Kunst.