TeamViewer setzt auf KI-Strategie – doch die Aktie bleibt unter Druck
Hans-Jürgen PeukertTeamViewer setzt auf KI-Strategie – doch die Aktie bleibt unter Druck
TeamViewer-Aktie: Jubiläum unter Druck
TeamViewer präsentiert zum 20-jährigen Bestehen eine KI-Strategie für neues Wachstum – doch Integrationsschwierigkeiten und eine herabgestufte Jahresprognose belasten den Kurs, der nahe am Jahrestief notiert.
2025-12-16, 11:56 Uhr
Stichworte: Aktienhandel, Finanzen, Wirtschaft, Künstliche Intelligenz, Technologie
TeamViewer hat sein 20-jähriges Jubiläum mit dem Start einer KI-basierten Wachstumsstrategie begangen. Doch die Aktie des Softwareunternehmens hat in diesem Jahr bereits über 41 % an Wert verloren und bewegt sich nahe am 52-Wochen-Tief. Anleger bleiben skeptisch, denn das Unternehmen kämpft mit Integrationsproblemen und einer gedämpften Umsatzprognose.
Kernstück der neuen KI-Offensive ist ein digitaler Assistent namens „Tia“, der komplexe Kundenservice-Aufgaben automatisieren soll. Trotz dieser Innovation leidet das Vertrauen der Märkte unter den Schwierigkeiten bei der US-Tochter sowie der schwachen Performance der 2023 übernommenen Sparte 1E.
Die Einschätzungen der Analysten gehen auseinander: Während die Bank of America die Aktie weiterhin mit „Kaufen“ bewertet, hat Berenberg das Kursziel deutlich gesenkt. Die Wachstumsprognose für 2026 liegt nun nur noch bei 2–6 % – deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen. Auch die Prognose für die jährlichen wiederkehrenden Erträge (ARR) wurde auf 780–800 Millionen Euro nach unten korrigiert.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz mit Unternehmenslösungen zwar um 8 %, und die Zahl der Großkunden kletterte auf über 5.200 bei einem ARR-Zuwachs von 12 %. Dennoch belasten die anhaltenden Integrationshürden und die gesenkte Jahresprognose weiterhin die Aktie. Die nächsten Quartalszahlen am 10. Februar 2026 werden zeigen, ob die Sparmaßnahmen greifen und die Übernahme von 1E erste Früchte trägt.
TeamViewers KI-Initiative kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt: Der Aktienkurs dümpelt nahe dem Jahrestief, und die Wachstumsaussichten sind verhalten. Die anstehende Finanzaktualisierung wird klären, ob Kostendisziplin und Integrationsbemühungen die Performance stabilisieren können.