30 May 2026, 18:27

TK meldet alarmierenden Anstieg bei Verdachtsfällen auf Behandlungsfehler

Behandlungsfehler: Anzahl der vermuteten Fälle erreicht neuen Rekord

TK meldet alarmierenden Anstieg bei Verdachtsfällen auf Behandlungsfehler

Bei der Techniker Krankenkasse (TK) häufen sich die Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler

Die deutsche Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet einen deutlichen Anstieg an gemeldeten Verdachtsfällen auf ärztliche Kunstfehler. 2025 gingen bei der Krankenkasse 7.540 Meldungen ein – ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas fordert nun schärfere Maßnahmen, um das Problem zu bekämpfen und die Transparenz im Gesundheitswesen zu erhöhen.

Wie die aktuellen Zahlen zeigen, entfiel der größte Teil der Verdachtsmeldungen auf chirurgische Eingriffe, die 29 Prozent der Fälle ausmachten. Es folgten Gynäkologie und Geburtshilfe mit 11 Prozent sowie Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent. Zusammen machten diese drei Fachbereiche mehr als die Hälfte aller eingereichten Meldungen aus.

In etwa jedem dritten Fall reichen die Beweise aus, um ein formelles Verfahren einzuleiten. Dennoch warnt die TK, dass viele Vorfälle vermutlich ungemeldet bleiben – eine erhebliche Dunkelfeld an möglichen Behandlungsfehlern bleibt damit unentdeckt.

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Als Reaktion darauf plädiert Baas für ein zentrales Meldesystem sowie eine Meldepflicht in allen Gesundheitseinrichtungen. Zudem betont er die Notwendigkeit einer offeneren Fehlerkultur innerhalb der Ärzteschaft.

Die Daten für 2025 unterstreichen die wachsende Sorge um Behandlungsfehler in Deutschland. Angesichts des 14-prozentigen Anstiegs bei den Verdachtsmeldungen drängt die TK auf systemische Reformen, um die Kontrolle zu verbessern und den Patientenschutz zu stärken. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, unerkannte Fälle zu verringern und das Vertrauen in das Gesundheitssystem zu festigen.

Quelle