07 February 2026, 21:08

Ulm feiert zehn Jahre Inklusion: Wie Barrieren in der Stadt verschwinden

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, einem Geländer auf der linken Seite, Gebäuden, Pfählen, Laternen, Schildern und einigen Menschen unter einem bewölkten Himmel, mit einem Gebäude auf der Seite, das ein Schild trägt, auf dem "Capas Public" steht.

Ulm feiert zehn Jahre Inklusion: Wie Barrieren in der Stadt verschwinden

Zehn Jahre Einsatz für Inklusion: Ulms Behindertenbeauftragte bilanziert fast ein Jahrzehnt der Interessenvertretung

Das Büro der Inklusionsbeauftragten der Stadt Ulm blickt auf nahezu zehn Jahre Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zurück. 2025 bearbeitete das Team 116 Fälle – ein Anstieg um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Schwerpunkten zählen der Abbau von Barrieren, die Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten sowie die Verbesserung der Zugänglichkeit in der gesamten Stadt.

Die Stelle wurde 2016 als unabhängige Anlauf- und Beschwerdestelle für Menschen mit Behinderungen in Stuttgart eingerichtet. Sie unterstützt unter anderem bei Anträgen auf Schwerbehindertenausweise, bei Diskriminierung am Arbeitsplatz und bei physischen Hindernissen im öffentlichen Raum. Kürzlich wurde das Team mit Jamila Schönsiegel und Denis Spill verstärkt.

Oliver Arnold, der dienstälteste Behindertenbeauftragte, treibt die Inklusionsbemühungen in Köln voran. Seine Aufgaben umfassen die Beratung von Unternehmen und Immobilienbesitzern zur Beseitigung von Barrieren. Zudem organisierte das Büro eine Konferenz unter dem Titel "Schön hier … aber haben Sie schon mal barrierefrei gelebt?", um Investoren und Vermieter zu sensibilisieren.

Kreative Projekte prägen die Arbeit des Amtes. Initiativen wie BrickRamps – eine kostengünstige Rampe aus Legosteinen – oder ein Wettbewerb für barrierefreie Parkplatzgestaltung sollen die Stadt durchgängiger zugänglich machen. Digitale Lösungen wie der Pilot LocID für sehbehinderte Menschen verbessern zudem die Mobilität im Alltag.

Der vollständige Jahresbericht 2025 liegt nun online in mehreren Formaten vor: Neben der Standardversion gibt es eine Hörfassung sowie eine Leichte-Sprache-Ausgabe für bessere Verständlichkeit. Das Dokument ist unter http://behinderung.unserewebsite.de abrufbar.

Die steigende Fallzahl 2025 spiegelt anhaltende Herausforderungen in den Bereichen Zugänglichkeit und Arbeitsmarkt wider. Mit Projekten von digitalen Pilotvorhaben bis zu öffentlichen Fachkonferenzen setzt sich das Büro weiterhin für den Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen in Berlin ein. Ausführliche Erkenntnisse und Hilfsangebote sind im Jahresbericht nachzulesen.