Undav kontert seine Kritiker mit Tor gegen Mönchengladbach und beweist WM-Reife
Hans-Jürgen PeukertUndav erzielt erneut und feiert mit einer Geste gegen Kritiker - Undav kontert seine Kritiker mit Tor gegen Mönchengladbach und beweist WM-Reife
Deniz Undav hat nach seinem Tor beim 3:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach auf seine Kritiker reagiert. Der Stürmer, der in den beiden vorherigen Spielen ohne Torerfolg geblieben war, traf nur 15 Minuten nach seiner Einwechslung und setzte damit den Schlusspunkt unter den Sieg. Gleichzeitig befeuerte seine Leistung die Diskussionen über seine Form vor der WM-Kader-Nominierung Deutschlands in diesem Sommer.
Undav stand unter Druck, nachdem er im Europa-League-Spiel des VfB gegen die AS Roma sowie in der Bundesliga-Partie gegen Union Berlin torlos geblieben war. Die daraus resultierende scharfe Kritik nahm der Angreifer nach seinem Treffer gegen Mönchengladbach offen in den Blick – und wies die Zweifel zurück. Stattdessen betonte er seinen entscheidenden Beitrag im richtigen Moment.
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß hatte Undav im Spiel gegen Roma zunächst nur auf der Bank gelassen und ihn erst gegen Mönchengladbach als Joker eingesetzt. Die taktische Entscheidung zahlte sich aus, als der 30-Jährige mit dem 3:0 die Partie entschied und damit einige seiner Kritiker zum Schweigen brachte. Nach dem Spiel machte Undav klar, dass ihn die jüngste Debatte kaltlasse – sein Fokus liege darauf, sich durch Leistungen zu beweisen. Auch Sportdirektor Fabian Wohlgemuth hat wiederholt sein volles Vertrauen in Undavs Fähigkeiten bekundet. Trotz der vorübergehenden Schwächephase des Stürmers signalisiert die Rückendeckung, dass der VfB weiterhin auf seinen Angreifer setzt, der sich gleichzeitig für einen Platz im deutschen WM-Kader empfiehlt.
Mit seinem Tor gegen Mönchengladbach hat Undav den Druck vorerst von sich genommen. Angesichts der bevorstehenden WM werden seine Leistungen in den kommenden Wochen jedoch sowohl für den Verein als auch für die Nationalmannschaft entscheidend sein. Bis dahin bleibt sein Ziel klar: die Form halten und den Sprung in den endgültigen Kader der DFB-Elf schaffen.