Volkswagen kündigt radikale Werksschließungen und 30.000 Stellenabbau in Deutschland an
Hans-Jürgen PeukertVolkswagen kündigt radikale Werksschließungen und 30.000 Stellenabbau in Deutschland an
Volkswagen plant tiefgreifende Umstrukturierungen seiner deutschen Standorte. Das Unternehmen hat vereinbart, drei Werke zu schließen und bis 2024 rund 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Belegschaften haben bereits vehementen Widerstand gegen die Pläne angekündigt.
Betroffen sind die Standorte Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. In Zwickau und Emden liegt der Fokus derzeit auf der Produktion von rein elektrischen Fahrzeugen. Einige europäische Werke des Konzerns laufen mit weniger als 60 Prozent Auslastung, wodurch bis zu 800.000 ungenutzte Produktionseinheiten entstehen.
Für 2024 hat Volkswagen bestätigt, drei deutsche Werke zu schließen und die Belegschaft in Deutschland um 30.000 Stellen zu reduzieren. Die Umstrukturierung umfasst zudem eine komplette Neuausrichtung der Konzernorganisation. Konzernchef Oliver Blume schlägt vor, bis 2030 weltweit vier Werke zu schließen und 100.000 Arbeitsplätze abzubauen.
Darüber hinaus hat der Konzern über 6 Milliarden US-Dollar in Rivian investiert, um seine Softwarekompetenzen zu stärken. Dennoch bleibt die Produktion in Asien, insbesondere in China, deutlich günstiger als in Europa – ein zusätzlicher Druckfaktor für die Umstrukturierungspläne.
Volkswagen betont, dass entschlossene Maßnahmen notwendig seien, um die deutschen Werke wieder voll auszulasten. Die geplanten Kürzungen und Werksschließungen zielen darauf ab, die geringe Auslastung und die hohen Kosten zu bekämpfen. Die Arbeitnehmervertreter haben bereits mit Widerstand gegen die Veränderungen gedroht.
