Von Dachrettung bis Dieselklau: Eine Woche voller Polizeieinsätze in Sigmaringen
Ludger RörrichtVon Dachrettung bis Dieselklau: Eine Woche voller Polizeieinsätze in Sigmaringen
Eine Reihe ungewöhnlicher Vorfälle hielt Polizei und Rettungskräfte im Landkreis Sigmaringen diese Woche in Atem. Von illegalem Fischfang bis zu einer spektakulären Dachrettung – die Behörden hatten mit einer Mischung aus Straftaten und öffentlichen Sicherheitsrisiken zu tun.
In einem Fall ging es um den Diebstahl von Dieselkraftstoff, in einem anderen musste ein Jugendlicher von einem Dach gerettet werden. Gleichzeitig ermitteln die Beamten wegen volksverhetzender Graffiti und eines mutmaßlich unter Drogeneinfluss stehenden Autofahrers.
Am Dienstagnachmittag gegen 14:30 Uhr wurde an der Europastraße in Gammertingen ein Angler ohne gültigen Fischereischein gestellt. Als die Polizei den Mann – etwa 175 cm groß, schlank, mit indischen Gesichtszügen, Schnurrbart und in brauner Hose mit grauem Oberteil gekleidet – ansprach, flüchtete er. Zurück blieb eine frisch gefangene Forelle, während die Beamten die Verfolgung aufnahmen.
Noch am selben Abend musste ein 16-jähriger Junge in der Jakobstaler Straße von der Feuerwehr gerettet werden, nachdem er auf dem Dach eines Rohbaus festsaß. Der Teenager war mit Freunden hinaufgeklettert, konnte aber nicht mehr sicher hinuntergelangen. Die Rettungsaktion erfolgte gegen 21 Uhr.
In Mengen kam es innerhalb einer Woche gleich zweimal zu Diesel-Diebstählen. Zwischen Montagnacht und Dienstagmorgen wurden einem abgestellten Lkw etwa 70 Liter Kraftstoff abgelassen. Bereits in der Vorwoche waren auf ähnliche Weise rund 150 Liter aus einem Fahrzeug an der Ablachhalle entwendet worden. Die Polizei vermutet, dass dieselbe Methode angewendet wurde.
Ebenfalls am Dienstag entdeckten Beamte an der Einfahrt zur Hochgasse, nahe der B 463, einen volksverhetzenden Spruch und ein Hakenkreuz, die mit Sprühfarbe auf die Fahrbahn aufgebracht worden waren. Wann genau die Schmierereien entstanden, ist noch unklar, doch die Ermittler gehen von einem Fall mit verfassungsfeindlichen Symbolen aus.
Später am Abend wurde in Mengen ein 35-jähriger Autofahrer kontrolliert, der unter Drogenverdacht stand. Die Polizei führt weitere Untersuchungen im Rahmen der Ermittlungen durch.
Die Behörden werten nun die Beweismittel aus den einzelnen Vorfällen aus, darunter die Diesel-Diebstähle, den illegalen Fischfang und die Graffiti. Der gerettete Jugendliche blieb unverletzt, während dem mutmaßlich drogenbeeinflussten Fahrer mögliche Anklagen drohen. Die Ermittlungen zu den verbotenen Symbolen und den Kraftstoffdiebstählen laufen weiterhin.






