VW Osnabrück vor radikaler Wende: Porsche-Produktion endet 2025 – was kommt danach?
Gabor HethurVW Osnabrück vor radikaler Wende: Porsche-Produktion endet 2025 – was kommt danach?
VW-Werk Osnabrück steht vor tiefgreifenden Umbrüchen: Porsche-Produktion endet 2025, T-Roc Cabrio läuft Mitte 2027 aus
Das Volkswagen-Werk in Osnabrück sieht sich weitreichenden Veränderungen gegenüber: Die Fertigung der Porsche-Modelle endet 2025, und das T-Roc Cabrio wird bis Mitte 2027 eingestellt. Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, spricht sich entschieden gegen Werksschließungen und weitere Stellenstreichungen aus – trotz der branchenweiten Herausforderungen durch Handelskonflikte und geopolitische Spannungen, mit denen der Autokonzern konfrontiert ist.
Cavallo macht deutlich, dass sie keine neuen Sparmaßnahmen akzeptieren werde, die sich gegen die Belegschaft richten. Ein bereits 2024 vereinbartes Kostensenkungsprogramm sieht vor, bis 2030 rund 35.000 Stellen in Deutschland abzubauen, schließt jedoch Werksschließungen oder betriebsbedingte Kündigungen aus. Sie bleibt unnachgiebig in ihrer Ablehnung jeglicher Standortsicherung – auch für Osnabrück.
Trotz der Stellenreduzierungen sieht Cavallo neue Chancen für das Werk. Gerüchten zufolge könnte Rheinmetall mit Volkswagen zusammenarbeiten, um dort militärische Fahrzeuge zu produzieren. Zwar hat der Konzern noch keine konkreten Pläne für Rüstungsproduktion bestätigt, doch zeigt sich Cavallo offen für solche Projekte. Sie argumentiert, Deutschland und Europa müssten ihre verteidigungspolitische Eigenständigkeit stärken.
Das Osnabrücker Werk war lange ein zentraler Produktionsstandort für Modelle wie den Porsche Cayenne und Macan. Mit dem Auslauf ihrer Fertigung 2025 bleibt die Zukunft des Standorts ungewiss. Cavallos Haltung zu Rüstungsprojekten könnte einen alternativen Weg aufzeigen – doch Volkswagen hat sich bisher nicht auf konkrete Vorhaben festgelegt.
Die Umstrukturierung des Werks wird zeigen, ob es Volkswagen gelingt, sich anzupassen, ohne zu Schließungen oder massiven Entlassungen zu greifen. Sollte die Rüstungsproduktion vorankommen, könnte dies die Rolle des Standorts in den kommenden Jahren neu definieren. Derzeit liegt der Fokus des Unternehmens darauf, die Kosten zu kontrollieren und gleichzeitig die Belegschaft zu schützen.






