Waffendrohung in Ersatzbus: 26-Jähriger bedroht Fahrgast und Kind bei Weil am Rhein
Hans-Jürgen PeukertWaffendrohung in Ersatzbus: 26-Jähriger bedroht Fahrgast und Kind bei Weil am Rhein
Ein beunruhigender Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 16. August 2025, in einem Ersatzbus auf der Strecke von Weil am Rhein nach Müllheim. Ein 26-jähriger Mann soll einen 35-jährigen Fahrgast und dessen Kind mit einer Waffe bedroht haben, woraufhin die Polizei umgehend eingriff. Der Verdächtige wurde später in der Nähe von Bad Bellingen festgenommen, nachdem er vom Tatort geflohen war.
Der Streit soll laut Zeugenaussagen mit einer Auseinandersetzung um einen Sitzplatz im Bus begonnen haben. Augenzeugen berichteten, der Mann habe eine Waffe gezückt, was unter den Fahrgästen Panik auslöste. Der Täter verließ das Fahrzeug in Bad Bellingen, wurde jedoch kurz darauf von einer Streifenwagenbesatzung in der Nähe gestellt.
Die Beamten sicherten am Tatort eine Signalpistole. Ein Sprengstoffspürhund entdeckte später in der Umgebung eine weitere Waffe. Die Polizeiinspektion Weil am Rhein hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen des Vorfalls, sich zu melden.
Dieser Zwischenfall ereignet sich vor dem Hintergrund verschärfter Sicherheitsmaßnahmen in Baden-Württemberg, die seit Juli 2025 gelten. Ein umfassendes Waffen- und Messerverbot wird seitdem in Bussen, Zügen und an Bahnhöfen durchgesetzt, begleitet von regelmäßigen Kontrollen durch die Polizei. Zu den zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen zählen verpflichtende Deeskalationstrainings für das Personal, der Ausbau der Videoüberwachung sowie die Einführung von Körperkameras für Zugbegleiter. Zudem wurden Notrufknöpfe unter dem Namen Prio-Ruf installiert. Ab März 2026 soll ein Pilotprojekt für eine doppelte Besetzung in Regionalzügen starten. Allein in Stuttgart wurden zwischen Januar und Oktober 2025 bereits 172 Verstöße gegen das Waffenverbot registriert.
Der Verdächtige bleibt vorerst in Untersuchungshaft, während die Ermittler die genauen Umstände der Bedrohung aufklären. Die Polizei wertet derzeit Videoaufnahmen und Zeugenaussagen aus. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr der Region weiter zu verbessern.






