19 March 2026, 14:47

Waldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts wegen sinkender Nachfrage

Alte Karte einer dicht bebauten Stadt mit nummerierten Grundstücken und Text, beschriftet als Land zum Verkauf unten.

Waldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts wegen sinkender Nachfrage

Der Gemeinderat von Waldkirch steht vor einer Abstimmung über die Schließung des örtlichen Grundbuchamts. Der Beschluss folgt auf einen deutlichen Rückgang der Nachfrage: Die Anzahl der Anfragen sank von über 100 im Jahr 2015 auf nur noch 37 im vergangenen Jahr. Laut Behörden ist der Service nicht mehr kostendeckend und verursacht unnötigen Verwaltungsaufwand.

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Der Antrag auf Schließung der Behörde wird dem Gemeinderat am 25. März 2026 vorgelegt. Bei einer Zustimmung müsste das Justizministerium Baden-Württembergs die Genehmigung erteilen. Die Änderungen würden entweder zum 30. Juni oder zum 31. Dezember des gewählten Jahres in Kraft treten.

Aktuell berechnet das Amt für jeden Grundbuchauszug 10 Euro, doch die Bearbeitung einer Anfrage nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch. Die Verwaltung stuft den Service angesichts des geringen Aufkommens und des hohen Arbeitsaufwands als wirtschaftlich nicht tragfähig ein. Zudem erhöht der Umgang mit sensiblen Grundstücksdaten die bürokratische Belastung.

Bürger könnten Grundbuchauszüge künftig weiterhin online über das Amtsgericht Emmendingen beantragen. Die Schließung des lokalen Amts würde spezielle kommunale Sachbearbeiterstellen überflüssig machen und den Verwaltungsaufwand verringern – etwa für Dokumentation und Berichterstattung. Da der Grundbuchservice keine Pflichtleistung ist, argumentieren die Verantwortlichen, dass der Personalaufwand in keinem Verhältnis zur geringen Nutzung stehe.

Obwohl keine genauen Zahlen zu ähnlichen Schließungen in Baden-Württemberg vorliegen, haben Digitalisierung und Verwaltungsreformen in anderen deutschen Regionen in den letzten Jahren zu einer Reduzierung solcher Dienststellen geführt.

Die Stadtverwaltung empfiehlt, den Service so bald wie möglich einzustellen. Falls der Gemeinderat zustimmt, würde die Schließung die Abläufe straffen und Kosten sparen. Die Bürger müssten sich dann für Grundstücksauskünfte an das Online-System des Amtsgerichts wenden.

Quelle