Wanderausstellung in Halle zeigt: Warum Medizin Männer und Frauen anders behandelt
Ludger RörrichtWanderausstellung in Halle zeigt: Warum Medizin Männer und Frauen anders behandelt
Neue Wanderausstellung zu geschlechtergerechter Medizin in Halle eröffnet
An der Universitätsmedizin Halle ist eine neue Wanderausstellung zur geschlechter- und geschlechtssensiblen Medizin eröffnet worden. Vom 12. bis 28. Mai zeigt die Schau zentrale Unterschiede auf, wie medizinische Erkrankungen Männer und Frauen unterschiedlich betreffen. Der Eintritt ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenfrei.
Die Ausstellung präsentiert zwölf detaillierte Poster, die verdeutlichen, wie das biologische Geschlecht die Gesundheit beeinflusst. Die Themen reichen von Arzneimittelwirkungen und Nebenwirkungen bis hin zu Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkten und Gefäßkrankheiten. Zudem werden Infektionen, Depressionen, ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit behandelt.
Veranstaltet wird die Schau vom Deutschen Ärztinnenbund und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin, unterstützt von der Margarete-Ammon-Stiftung. Die Universitätsmedizin Halle richtet die Ausstellung aus und hat zudem ihre erste Gastprofessur für geschlechtssensible Medizin eingerichtet.
Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, betont die Bedeutung dieses Ansatzes: „Die Berücksichtigung von Geschlecht und Gender in der Behandlung kann zu besseren Ergebnissen für alle Patientinnen und Patienten führen.“ Die Ausstellung thematisiert zudem Forschungslücken, Defizite in der Lehre sowie die Unterrepräsentanz von Frauen in medizinischen Führungspositionen.
Die Schau macht aktuelle Forschungsergebnisse für die Öffentlichkeit zugänglich und setzt sich für Fortschritte in Medizin und Bildung ein. Durch die Sensibilisierung für geschlechterbasierte Unterschiede hoffen die Veranstalter, nachhaltige Veränderungen in der medizinischen Praxis anzustoßen. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Mai zu sehen.






