Warnstreik im Einzelhandel: Gewerkschaften fordern 250 Euro mehr Lohn
Ludger RörrichtWarnstreik im Einzelhandel: Gewerkschaften fordern 250 Euro mehr Lohn
Warnstreik nach gescheiterten Tarifverhandlungen im Einzelhandel
Nach dem Scheitern der Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften im Einzelhandel ist ein Streik ausgerufen worden. Beschäftigte mehrerer großer Handelsketten wollen mit Arbeitsniederlegungen gegen die ungelösten Gehaltskonflikte protestieren. In mehreren Städten, darunter Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt, sind Demonstrationen geplant.
Die Gewerkschaft vertritt Mitarbeiter von Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro sowie Rewe Logistics. Sie fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr. Zudem pocht sie auf eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag.
Die Arbeitgeber haben ihre Angebote bisher nicht nachgebessert. Aktuell liegen ein Lohnplus von 2 Prozent für Einzelhandelsbeschäftigte – allerdings erst nach sechs Monaten – sowie eine Erhöhung von 1,8 Prozent für Großhandelsmitarbeiter auf dem Tisch, nach Jahren der Lohnstagnation. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Steigerungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.
Da in den Verhandlungen keine Fortschritte erzielt wurden, wird der Streik wie geplant stattfinden. Die Gewerkschaft betont, dass die angebotenen Löhne die steigenden Lebenshaltungskosten nicht abdecken. Auf die jüngsten Forderungen haben die Arbeitgeber bisher nicht reagiert.
