22 December 2025, 11:26

Weniger Anträge auf Elterngeld in Baden-Württemberg

Ein Baby unter einer Babywiege mit einem Warnaufkleber auf der linken Seite.

Weniger Anträge auf Elterngeld in Baden-Württemberg - Weniger Anträge auf Elterngeld in Baden-Württemberg

Weniger Anträge auf Elterngeld in Baden-Württemberg

Weniger Anträge auf Elterngeld in Baden-Württemberg

Weniger Anträge auf Elterngeld in Baden-Württemberg

  1. Dezember 2025, 09:02 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Anträge auf Elterngeld für das Jahr 2025 zurückgegangen. Bis Mitte Dezember genehmigten die Behörden 129.608 Anträge – im Vorjahr waren es noch 136.029 gewesen. Auch die ausgezahlten Leistungen sanken leicht: Statt 1,07 Milliarden Euro im Jahr 2024 flossen 2025 rund 1,06 Milliarden Euro an die Antragstellenden.

Die Beantragung des Elterngelds erfolgt in der Region weiterhin ausschließlich in Papierform, eine digitale Option gibt es nicht. Dennoch verzeichneten einige Städte wie Freiburg, Heidelberg und Tübingen eine höhere Beteiligung von Vätern bei der Inanspruchnahme der Leistung. In diesen Kommunen wurden zudem – wo möglich – vermehrt Online-Anträge eingereicht.

Insgesamt sank der Anteil der Väter, die Elterngeld beantragten: 2025 stellten Männer nur noch 35 Prozent der Anträge, nach 46,9 Prozent im Vorjahr. Die Zahl der Geburten im Land belief sich auf 92.082. Sozialminister Manne Lucha betonte die positive Wirkung des Elterngelds seit seiner Einführung im Jahr 2007. Die Leistung habe dazu beigetragen, die Kinderbetreuung partnerschaftlicher zu gestalten und mehr Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang sowohl bei den Anträgen als auch bei den Auszahlungen. Zudem ist die Beteiligung der Väter gesunken – ein Trend, der die vorherige Zunahme umkehrt. Das System bleibt weiterhin papierbasiert, auch wenn einige Landkreise eine stärkere Digitalisierung vorantreiben.