Wie die WM 2026 Berlin in eine fußballverrückte Stadt verwandelt
Hans-Jürgen PeukertWie die WM 2026 Berlin in eine fußballverrückte Stadt verwandelt
Berlin ist während der WM 2026 zur footballverrückten Stadt geworden. Selbst diejenigen, die sich früher kaum für den Sport interessierten, diskutieren nun leidenschaftlich über Aufstellungen und Taktiken. Die Begeisterung hat die Hauptstadt erfasst – die ganze Stadt fühlt sich an wie ein einziges, riesiges Stadion.
Kathleen Fengler hat dieses Phänomen in ihrer Kolumne Treffer der Woche eingefangen. Die Serie beleuchtet gesellschaftliche Trends und Alltagsbeobachtungen, und diesmal steht die plötzliche Fußball-Euphorie im Mittelpunkt. Menschen, die sonst höchstens über das Wetter sprachen, analysieren nun mit neu entfachter Leidenschaft die Spiele.
Während des Turniers verwandeln sich selbst die größten Skeptiker in temporäre Experten. Sender wie Schlager Radio, das in Berlin auf 106,0 FM zu empfangen ist, heizen die Stimmung mit ihrer Berichterstattung weiter an. Doch sobald die WM vorbei ist, verebbt die Begeisterung – und viele, darunter auch die Autorin, kehren zu ihrer gewohnten Gleichgültigkeit zurück.
Die Weltmeisterschaft bringt eine flüchtige, aber intensive Welle der Fußballbegeisterung nach Berlin. Gespräche wechseln von belanglosem Smalltalk zu tiefgründigen Analysen des Spiels. Doch mit dem Schlusspfiff löst sich das Interesse der Stadt leise in Luft auf – bis zum nächsten Turnier.






