14 April 2026, 06:35

Wirtschaftsberater Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert Sofortmaßnahmen

Plakat mit der Aufschrift "Unter Präsident Bidens Inflation Reduction Act" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: Der obere Abschnitt erläutert die Auswirkungen des Gesetzes, und der untere Abschnitt zeigt Visualisierungen in Blau und Grün.

Wirtschaftsberater Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert Sofortmaßnahmen

Deutschlands führender Wirtschaftsberater Achim Truger warnt vor einem schweren Preisschock in Europa durch den Golfkonflikt. Er drängt die Regierungen nun zu raschem makroökonomischem Handeln, um eine Verschärfung der Krise zu verhindern.

Trugers Vorschläge zielen darauf ab, Haushalte und Unternehmen vor explodierenden Kosten zu schützen – ohne durch falsche politische Weichenstellungen weiteren wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Der Ökonom fordert eine abgestimmte Reaktion von Regierungen und Sozialpartnern. Sein Plan soll verhindern, dass ein plötzlicher Inflationsschub in eine langanhaltende Lohn-Preis-Spirale mündet. Um die finanzielle Belastung zu mildern, schlägt er eine zeitlich befristete Inflationsausgleichsprämie vor – steuer- und sozialabgabenfrei –, die einmalige Zahlungen an Beschäftigte fördern soll.

Zudem regt Truger an, die Preisbremse für Grundgüter wie Gas, Öl und Strom wieder zu aktivieren. Diese Maßnahmen würden Anreize zum Sparen erhalten, während nur der Grundbedarf subventioniert würde. Um übermäßige Preisanstiege in anderen Bereichen zu verhindern, plädiert er für flächendeckende Preisobergrenzen in kritischen Lieferketten.

Für die Finanzierung spricht sich Truger dafür aus, die strenge Schuldenbremse in Deutschland vorübergehend auszusetzen. Er will die Notfallklausel nutzen, um gezielte, zeitlich begrenzte Hilfen zu finanzieren. Seine Forderungen gehen dabei über nationale Grenzen hinaus: Truger mahnt die EU, Unterstützungsmechanismen für Mitgliedstaaten zu schaffen, die allein nicht über die nötige finanzielle Handlungsfähigkeit verfügen, um die Krise zu bewältigen.

Gleichzeitig warnt er die Europäische Zentralbank (EZB) vor überstürzten Zinserhöhungen. Solche Schritte, so Truger, könnten die ohnehin fragile Konjunktur weiter abwürgen.

Seine Analysen unterstreichen die Gefahr einer neuen globalen Wirtschaftskrise, falls die Inflationsdynamik außer Kontrolle gerät. Trugers Konzept setzt auf sofortige Entlastung, gezielte Subventionen und fiskalische Flexibilität, um die Märkte zu stabilisieren. Ohne entschlossenes Handeln, so seine Einschätzung, könnte der Golfkonflikt die Volkswirtschaften in noch tiefere Turbulenzen stürzen.

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