14 April 2026, 22:33

Wolfenbüttel senkt als erste Kommune Niedersachsens die Kita-Gruppengrößen

Plakat mit der Überschrift "Das Nationale Komitee zur Bekämpfung der Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer Karte der USA und Illustrationen von Komiteemitgliedern.

Wolfenbüttel senkt als erste Kommune Niedersachsens die Kita-Gruppengrößen

Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die offiziell die Gruppengrößen in Kitas reduziert. Der Stadtrat beschloss die Maßnahme mit nur zwei Enthaltungen der AfD. Die Änderungen treten ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft.

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Die Entscheidung ist Teil des Demografieprogramms Chancen 2030, einer Reaktion auf die sinkenden Geburtenraten in der Region. Nach den neuen Regeln dürfen Krippengruppen künftig nicht mehr als 14 Kinder umfassen, während Kindergartengruppen auf maximal 24 Kinder begrenzt werden. Auch in der Nachmittagsbetreuung werden die Gruppen kleiner: Hier sind künftig höchstens 19 Kinder pro Gruppe vorgesehen.

Die Kita-Leitungen werden die Einhaltung überwachen und Ausnahmen nur aus pädagogischen Gründen zulassen. Der Schritt folgt langjährigen Forderungen von Kita-Trägern und Elternvertretern nach kleineren Gruppen. Befürworter argumentieren, dass weniger Kinder pro Gruppe es dem Personal ermöglichen, individueller auf jedes Kind einzugehen.

Mit dem Beschluss vollzieht der Rat einen Politikwechsel und zielt darauf ab, die frühkindliche Bildung durch bessere Betreuungsschlüssel zu verbessern. Wolfenbüttels Vorgehen könnte für andere Kommunen mit ähnlichen demografischen Entwicklungen richtungsweisend sein.

Die neuen Obergrenzen gelten ab 2026; die Kitas müssen ihre Gruppenstrukturen entsprechend anpassen. Die Leitungen sind für die Umsetzung verantwortlich und sorgen dafür, dass die Regeln eingehalten werden – es sei denn, pädagogische Gründe erfordern Flexibilität. Die Änderung ist Teil der größeren Bemühungen, die Kinderbetreuung an eine schrumpfende Bevölkerung anzupassen.

Quelle