wvib-Jahreshauptversammlung warnt vor Strukturkrise der **Bundesländer** und fordert Reformen
Verena Kramerwvib-Jahreshauptversammlung warnt vor Strukturkrise der **Bundesländer** und fordert Reformen
Jahreshauptversammlung des wvib im Freiburger Konzerthaus: Über 500 Teilnehmer diskutieren Deutschlands Strukturkrise und Führungswechsel
Im Freiburger Konzerthaus fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des wvib statt, die mehr als 500 Teilnehmer anzog. Verbandspräsident Bert Sutter nutzte die Veranstaltung, um auf die sich verschärfende strukturelle Krise der Bundesländer Deutschlands hinzuweisen und umfassende Wirtschaftsreformen zu fordern.
Die Versammlung stand zudem im Zeichen eines Führungswechsels: Nach 23 Jahren an der Spitze trat der langjährige Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Münzer zurück. Seine Nachfolgerin, Hanna Böhme, wandte sich erstmals an die Mitglieder und plädierte für einen zukunftsorientierten Kurs, um nachhaltiges Wachstum zu sichern.
Mit einer schonungslosen Bestandsaufnahme eröffnete Präsident Bert Sutter die Veranstaltung und warnte vor den drängenden wirtschaftlichen Herausforderungen der Bundesländer. Übermäßige Bürokratie, teure Subventionen und ein nicht mehr tragfähiges Rentensystem erstickten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, so Sutter. Er forderte die Politik auf, Unternehmen mehr Freiraum zu gewähren und regulatorische Hürden abzubauen.
Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Amtsübergabe: Dr. Christoph Münzer, der den Verband 23 Jahre lang geführt hatte, wurde für seine langjährige Arbeit geehrt. Seine Nachfolgerin Hanna Böhme stellte sich den Mitgliedern vor und betonte die Notwendigkeit, Veränderung und Innovation aktiv zu gestalten. In Nachwahlen wurden zudem neue Vertreter für den Vorstand und den Beirat gewählt. Die erfolgreichen Kandidaten stammen aus Waldkirch, Kippenheim, Oberkirch, Tuningen, Lörrach und Ettenheim – ihre Namen wurden in den vorliegenden Berichten jedoch nicht genannt. Durchgehend unterstrichen die Redner die Forderung nach mutigeren Wirtschaftspolitik. Die Delegierten warnten, dass Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit ohne grundlegende Reformen weiter schwinden könnte.
Die Versammlung endete mit einem klaren Appell: Um die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden, sei schnelles Handeln unerlässlich. Sutters Forderungen nach weniger Bürokratie und mehr unternehmerischer Freiheit prägten die künftige Ausrichtung der Verbandsarbeit. Böhmens erster Auftritt als Vorstandsvorsitzende markierte zugleich den Beginn einer neuen Ära nach Münzers langjähriger Amtszeit.