Zoll beschlagnahmt Luxus-Porsche wegen fehlender Einfuhrpapiere auf der A6
Verena KramerZoll beschlagnahmt Luxus-Porsche wegen fehlender Einfuhrpapiere auf der A6
Ein Luxus-Porsche Panamera E-Hybrid wurde von deutschen Zollbeamten beschlagnahmt, nachdem das Fahrzeug ohne die erforderlichen Papiere in die EU eingebracht worden war. Der in der Ukraine zugelassene Wagen wurde auf einem Transporter entdeckt, der auf der Autobahn A6 in der Nähe von Bad Rappenau unterwegs war. Die Behörden haben nun ein Strafverfahren gegen den Fahrer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet.
Das Fahrzeug war von einem 39-jährigen ukrainischen Fahrer von Rumänien nach Spanien transportiert worden. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die notwendigen Einfuhr- und Zolldokumente fehlten. Da das Auto aus einem Land außerhalb der EU stammte, fielen Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 21.630 Euro an – darunter 7.000 Euro Zollgebühren und 14.630 Euro Einfuhrumsatzsteuer.
Da der Fahrer die geforderten Gebühren nicht begleichen konnte, konfiszierten die Zollbeamten den Porsche. Der Fall wurde inzwischen an das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen (LBF NRW) weitergeleitet, eine Spezialeinheit, die sich mit schweren Steuerdelikten in Nordrhein-Westfalen befasst. Die Ermittler prüfen nun, ob der Fahrer vorsätzlich Steuern hinterzogen hat, indem er das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß deklarierte. Der weiße Porsche Panamera E-Hybrid bleibt bis zum Abschluss des Verfahrens beschlagnahmt. Dem Fahrer drohen bei einer Verurteilung wegen Steuerbetrugs nach deutschem Recht mögliche Anklagen.
Die Beschlagnahmung unterstreicht die Risiken, die mit dem Transport hochwertiger Güter in die EU ohne Einhaltung der Vorschriften verbunden sind. Der Fahrer muss sich nun sowohl mit den ausstehenden Abgaben als auch mit dem laufenden Strafverfahren auseinandersetzen. Bei einer Verurteilung könnten weitere Strafen nach den Gesetzen zur Steuerhinterziehung folgen.