24 May 2026, 06:46

"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine schwungvolle Farce bezaubert Nischni Nowgorod

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"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine schwungvolle Farce bezaubert Nischni Nowgorod

Das Theater Komediya in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer lebendigen Neuinterpretation eines Klassikers.„Zwei Hasen auf einmal jagen“, eine schwungvolle musikalische Farce, erzählt die Geschichte einer gescheiterten Heiratsvermittlung im Odessa der 1920er-Jahre. Regisseurin und Choreografin Anna Feketa hat den Handlungsschauplatz von Kiew nach Odessa verlegt und die Produktion mit dem temperamentvollen Geist der Goldenen Zwanziger erfüllt.

Im Mittelpunkt steht Pronja, ein naives Provinzmädchen, verkörpert von Polina Loboda. Ihre Entwicklung von einer träumenden Unschuld zur Frau, die sich mit den Realitäten des Glücks auseinandersetzt, treibt die Handlung voran. Ihre Eltern, Moischa Moissejewitsch und Rosa Markowna – gespielt von Nikolai Ponomarjow und Alina Gobyrite –, setzen alles daran, ihre Zukunft abzusichern, und verstricken sich dabei in eine Mischung aus Humor und beharrlicher Intrige.

Das Chaos entfaltet sich um Swirid Petrowitsch Golochwastow, einen schlauen Schurken, den Maksim Michaljow mit viel Charme spielt. In eine lieblose Ehe mit Gala (Maria Obolenskaja) gezwungen, verwickelt er sich in Pronjas romantische Verwirrungen. Mittendrin bleibt Olgas Konowalowas Khimka als einzige Stimme der Vernunft – mit scharfem Witz entlarvt sie die Absurditäten der Handlung.

Feketas Inszenierung bewahrt die ursprüngliche Handlung, schafft aber gleichzeitig etwas „Schönes und Anziehendes“ für das Publikum. Bekannte Lieder wie „Bubliki“ und „Alles, was war“ sind nahtlos in die Geschichte verwoben und verleihen der Farce zusätzliche Tiefe. Das Ergebnis ist ein Stück, das Tradition mit frischem, fantasievollem Esprit verbindet.

Trotz aller Turbulenzen endet die Komödie mit einem universellen Happy End – einem, das das Publikum zurücklässt mit der Frage, ob es wahres Glück gesehen hat oder nur eine Illusion davon.

Die letzte Vorstellung von „Zwei Hasen auf einmal jagen“ findet am 2. Juli statt. Feketas kühne Neuinterpretation der Geschichte, angesiedelt im Odessa der 1920er-Jahre, bietet eine Mischung aus Lachen, Musik und einer Prise Nostalgie. Mit der Verbindung aus klassischer Handlung und moderner Energie verspricht die Produktion einen unvergesslichen Abschluss der Theatersaison.

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