14 January 2026, 12:31

600-Millionen-Ausbau: Die Bahn in Ostwürttemberg wird elektrifiziert und getaktet

Ein blau-weißer Zug fährt durch ein großes Gebäude mit einer Plattform auf der rechten Seite, einer Wand im Hintergrund und einer Decke mit Stangen und Lampen oben, was darauf hinweist, dass es Teil eines neuen Bahnsystems in Deutschland ist.

Mehr Züge und Haltestellen geplant zwischen Aalen und Ulm - 600-Millionen-Ausbau: Die Bahn in Ostwürttemberg wird elektrifiziert und getaktet

Die Bahn, eine zentrale Verkehrsachse in Ostwürttemberg, steht vor einem umfassenden Ausbau. Für die erste Planungsphase wurden 63 Millionen Euro bewilligt – der Auftakt zu einem 600-Millionen-Projekt. Im Fokus stehen die Elektrifizierung der Strecke, dichtere Takte und neue Haltepunkte entlang der 72 Kilometer langen Verbindung.

Aktuell verkehrt die Bahn als eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke zwischen Aalen, Heidenheim, Langenau und Ulm. Werktags nutzen rund 13.000 Fahrgäste die wichtige Regionalverbindung. Der Ausbau ist Teil des übergeordneten Donau-Iller-Regional-S-Bahn-Projekts, das sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr stärken soll.

Die detaillierte Planung wird voraussichtlich fünf Jahre und sechs Monate in Anspruch nehmen, gefolgt von einem Genehmigungsverfahren bei der Eisenbahn-Bundesamt. Geplant sind die Elektrifizierung der Strecke sowie die Einführung eines stündlichen Expressverkehrs. Zudem entstehen neue S-Bahn-Halte in Ulm-Messe, Aalen Süd und Oberkochen Süd. Das Vorhaben ist abgestimmt mit den Leistungen von Go-Ahead Baden-Württemberg, das seit Dezember 2024 den Regionalverkehr zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd betreibt. Die Finanzierung des 600-Millionen-Projekts übernehmen das Land, Kommunen, der Bund und später auch der Freistaat Bayern.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Bahn schnellere und häufigere Verbindungen für Fahrgäste und Güter bieten. Der Ausbau stärkt die regionale Vernetzung und fördert die Wirtschaft in Ostwürttemberg. Die erste Planungsphase läuft bereits an – langfristig profitiert davon das gesamte Donau-Iller-Netz.