Ulla Schmidt fordert höheres Renteneintrittsalter für bessere Pflege und faire Löhne
Ludger RörrichtUlla Schmidt fordert höheres Renteneintrittsalter für bessere Pflege und faire Löhne
Ulla Schmidt, ehemalige Bundesgesundheitsministerin und Vorsitzende der Lebenshilfe, schlägt eine Anhebung des Renteneintrittsalters vor. Damit sollen Pflegeleistungen gesichert, faire Löhne garantiert und die Infrastruktur für Bedürftige verbessert werden.
Schmidt hält ein höheres Renteneintrittsalter für notwendig. Zudem fordert sie stärkere Anreize, damit Menschen länger arbeiten. Dies würde Kürzungen bei Pflegeleistungen verhindern und bessere Bezahlung für Beschäftigte ermöglichen.
Ihr Plan sieht vor, die Beiträge zur Pflegeversicherung zusammenzuführen. Dadurch entstünde ein kollektives Finanzierungssystem für die Pflege. Schmidt betont, dass dies durch einen einfachen Bundestagsbeschluss umgesetzt werden könnte – ohne Grundgesetzänderung.
Zudem verknüpft sie Steuerreformen mit der Finanzierung der Pflege. Sie plädiert für einen solidarischen Ansatz, um die Kosten gerecht zu verteilen. Darüber hinaus regt sie eine breite Debatte an, wie familienpolitische Leistungen finanziert werden sollen. Ihr Vorschlag: Die Mittel dafür nicht aus der Sozialversicherung, sondern aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu bestreiten.
Ziel der Pläne ist es, die Pflege zu stabilisieren und eine faire Finanzierung zu gewährleisten. Schmidt unterstreicht, dass auch diejenigen unterstützt werden müssen, die ihr Berufsleben nicht verlängern können. Im Mittelpunkt stehen praktische Reformen, um die sozialen Systeme zu stärken.






