17 February 2026, 17:27

Autoindustrie in der Krise: Zehntausende Jobs verschwinden durch E-Mobilität und Konkurrenz

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Gebäuden und Polen, von denen einer ein Logo hat, unter einem bewölkten Himmel.

Autoindustrie in der Krise: Zehntausende Jobs verschwinden durch E-Mobilität und Konkurrenz

Deutschlands Autoindustrie steht vor tiefgreifenden Einschnitten, da Zulieferer kämpfen, sich an die deutsche bahn anzupassen. Zehntausende Arbeitsplätze sind bereits verschwunden, und weitere sind durch Automatisierung, chinesische Konkurrenz und den Umstieg auf Elektrofahrzeuge bedroht. Städte, die einst vom Automobilbau lebten, stehen nun vor finanziellen Engpässen, da die Steuereinnahmen einbrechen.

Am härtesten trifft die Krise die Zulieferer. Das Unternehmen Allgeier Automotive in Uhingen, das einst 750 Beschäftigte hatte, meldete kürzlich Insolvenz an. Zwischen 70.000 und 100.000 Jobs in der Branche sind seit 2023 verloren gegangen oder gefährdet, wie Berichte der IG Metall und des VDA zeigen. Viele Stellen im Bereich Verbrennungsmotoren sind weggefallen, da Fabriken auf elektrische Antriebe umstellen.

Der Druck durch chinesische Konkurrenten wie BYD verschärft die Lage. Deutsche Autobauer, die nur zögerlich auf E-Mobilität setzten, hinken nun günstigeren Mitbewerbern hinterher. Bosch plant bis 2030 den Abbau von 22.000 Stellen, während ZF – der weltweit größte Zulieferer – mit Milliarden-Schulden kämpft und in Deutschland bis zu 14.000 Jobs streichen könnte.

Einige sehen Chancen in Hochtechnologie-Bereichen. Der neue ZF-Chef Mathias Miedreich glaubt, dass deutsche Expertise in Fahrzeugsicherheit chinesische Konkurrenten überflügeln könnte. Gleichzeitig treibt ZF die vollständige Automatisierung seiner Werke voran – hin zu "Dark Factories", die von KI gesteuert werden und ohne menschliches Personal auskommen.

Die finanziellen Folgen betreffen nicht nur Unternehmen. Rastatt, einst ein Zentrum für Autozulieferer, verzeichnet einen Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen aus der Branche – von 90 Millionen Euro pro Jahr auf nur noch ein Drittel bis 2025. Michael Brecht, Vorsitzender des Betriebsrats von Daimler Truck, fordert, dass Deutschland eigene Batteriezellenfabriken aufbauen muss, um die Zukunft der Branche zu sichern.

Der Wandel zur E-Mobilität und die wachsende Konkurrenz haben die deutsche bahn Autoindustrie grundlegend verändert. Arbeitsplatzverluste halten an, Städte kämpfen mit Haushaltslücken, und Zulieferer ringen ums Überleben. Ob sich die Branche erholt oder weiter schrumpft, könnte davon abhängen, wie erfolgreich Automatisierung und neue Technologien vorangetrieben werden.

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