AXA Rückversicherung rüstet sich für 2026: Naturkatastrophen im Fokus
Gabor HethurAXA Rückversicherung rüstet sich für 2026: Naturkatastrophen im Fokus
AXA Rückversicherung bereitet sich auf die Erneuerungen im Januar 2026 vor – mit Fokus auf Naturkatastrophenrisiken
Die AXA Rückversicherung stimmt sich auf die Vertragsverlängerungen im Januar 2026 ein und legt dabei besonderen Wert auf das Management von Naturkatastrophenrisiken. Bertrand Romagne, CEO International der AXA Rückversicherung, erwartet eine steigende Nachfrage nach Katastrophendeckungen, da die Schäden durch sogenannte sekundäre Risiken zunehmen. Das Unternehmen plant eine Expansion, indem es eng mit Schlüsselkunden während des gesamten Zeichnungsprozesses zusammenarbeitet.
Sekundäre Risiken wie Erdrutsche und Überschwemmungen haben in Europa in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen. Daten zeigen einen Anstieg dieser Ereignisse um 20–30 % auf dem Kontinent, während in den USA ein Plus von 10–15 % verzeichnet wurde. Die Flutkatastrophe in Deutschland 2021 sowie die Waldbrände in Südeuropa zwischen 2022 und 2024 unterstreichen diesen Trend. Der Klimawandel hat diese Risiken verschärft, wobei Europa aufgrund dichter besiedelter Gebiete und städtebaulicher Entwicklung besonders unter Druck steht.
Romagne stuft Waldbrände als eine der größten Herausforderungen in Europa ein – ihr Bedrohungsniveau nähert sich mittlerweile dem in den USA an. Zudem rechnet er damit, dass sekundäre Risiken ein zentrales Thema auf dem Baden-Badener Rückversicherungs-Treffen 2025 sein werden. Trotz eines nachgebenden Marktes bleibt er optimistisch und prognostiziert, dass Rückversicherer ab 2026 und darüber hinaus ihre Kapitalkosten decken werden.
Die AXA Rückversicherung setzt Prioritäten bei der Diversifizierung von Kumulrisiken, um Naturkatastrophenexpositionen besser zu steuern. Das Unternehmen will strategische Kunden durch maßgeschneiderte Zeichnungslösungen unterstützen. Studien des Cambridge Centre for Risk Studies untermauern diesen Ansatz: Strengere Bauvorschriften in Kalifornien haben demnach erfolgreich das Waldbrandrisiko reduziert.
Laut Romagne zeigt sich der Rückversicherungsmarkt vor den Erneuerungen im Januar 2026 stabil. Die Nachfrage nach Katastrophendeckungen werde voraussichtlich steigen, getrieben durch die zunehmende Aktivität sekundärer Risiken. Die AXA Rückversicherung passt ihre Strategien kontinuierlich an, um diesen sich wandelnden Gefahren zu begegnen – bei gleichzeitiger Wahrung der finanziellen Widerstandsfähigkeit.






