11 February 2026, 13:41

Baden-Württemberg führt Kampf gegen Drohnenbedrohungen mit Hightech-Lösungen an

Luftaufnahme des Nationalen Sicherheitsamts, ein großes Gebäude umgeben von Bäumen, Gras, Straßen, Fahrzeugen und Masten in einer Stadt.

Baden-Württemberg führt Kampf gegen Drohnenbedrohungen mit Hightech-Lösungen an

Vertreter von Bundesministerien, Sicherheitsbehörden und der Polizei Baden-Württemberg trafen sich zur 20. Sitzung der Arbeitsgruppe Luftraumsicherheit. Im Mittelpunkt standen die wachsenden Bedrohungen durch Drohnen, insbesondere solche mit Verbindungen zu feindlich gesinnten Staaten. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit bei der Erkennung und Abwehr unbefugter Drohnenaktivitäten.

Die Veranstaltung unterstrich die zunehmend wichtige Rolle von Technologie im Luftraumschutz. Die Polizei Baden-Württemberg geht dabei voran und treibt die Verbesserung der bundesweiten Abwehrmaßnahmen voran.

Das Treffen fand beim Hubschrauberkommando der Polizei Baden-Württemberg statt, wo auch der Dienst Luftraumschutz ansässig ist. Diese Einrichtung berät und unterstützt Polizeibehörden in ganz Deutschland in Fragen der Luftraumsicherheit. Generalleutnant Lutz Kohlhaus, stellvertretender Inspekteur der Luftwaffe, hob die Bedeutung des Austauschs von Fachwissen zwischen den Behörden hervor, um neuen Bedrohungen wirksam zu begegnen.

Seit 2018 hat das Drohnenkompetenzzentrum der Polizei Baden-Württemberg seine Fähigkeiten kontinuierlich ausgebaut. Durch bundesweite Vernetzung, Schulungen und die Modernisierung der Ausstattung setzt der Luftsicherheitsdienst des Bundes (LSD) nun auf hochmoderne Systeme. Dazu zählen HF-Detektoren wie Aaronia, Radarsysteme von Robin Radar, optische Sensoren (EO/IR-Kameras), Störsender wie die DroneGun sowie Cyber-Übernahmetools wie AUCAS. Sämtliche Einsätze werden von der LSD-Zentrale in Frankfurt am Main koordiniert.

Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, lobte die Vorreiterrolle Baden-Württembergs in der Drohnenabwehr. Er forderte eine intensivere Zusammenarbeit der Bundesländer, um eine einheitliche Strategie zu entwickeln. Zudem wurden Maßnahmen gegen Drohnen diskutiert, die für Spionage, Schmuggel oder Angriffe auf kritische Infrastrukturen eingesetzt werden.

Die jüngste Sitzung der Arbeitsgruppe machte deutlich, wie dringend eine bessere Abstimmung im Kampf gegen Drohnenbedrohungen ist. Die Polizei Baden-Württemberg bleibt mit modernster Technologie und gezielter Ausbildung an der Spitze der Abwehrbemühungen. In den kommenden Monaten sind weitere Treffen und gemeinsame Übungen geplant, um diese Initiativen voranzutreiben.