01 January 2026, 15:07

Baden-Württemberg und Brasilien stärken Klimaschutz durch Nationalpark-Partnerschaften

Eine Parkszene mit verschiedenen Pflanzen, Bäumen und einem einzelnen Pfahl.

Baden-Württemberg und Brasilien stärken Klimaschutz durch Nationalpark-Partnerschaften

Baden-Württemberg vertieft Partnerschaft mit zwei brasilianischen Nationalparks für Klimaschutz und Artenschutz

Baden-Württemberg hat seine Zusammenarbeit mit zwei Nationalparks in Brasilien verstärkt, um den Klimawandel zu bekämpfen und die biologische Vielfalt zu bewahren. Im Rahmen der COP30 in Belém wurde eine neue fünfjährige Vereinbarung unterzeichnet, die Expert:innen aus dem Nationalpark Schwarzwald, dem Nationalpark Itatiaia und dem Nationalpark Pico da Neblina zusammenbringt. Im Mittelpunkt des Abkommens stehen gemeinsame Forschungsprojekte, Naturschutzmaßnahmen und die nachhaltige Entwicklung des Tourismus.

Die Kooperation baut auf jahrelanger Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Bundesland und den brasilianischen Parks auf. Vertreter:innen aller drei Regionen haben bereits an Umweltprojekten gearbeitet, doch die neue Vereinbarung besiegelt nun ein tiefergehendes Engagement. Im Rahmen des Plans werden sie Forschungsergebnisse zu Artenverlust und Klimafolgen austauschen und gleichzeitig Instrumente entwickeln, um einheimische und invasive Arten zu überwachen.

Auch der Brandschutz und ein nachhaltiger Tourismus zählen zu den zentralen Schwerpunkten. Teams aus den beteiligten Parks tauschen sich über das Management von Schutzgebieten und die Einbindung lokaler Gemeinden aus. Dr. Britta Böhler, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, betonte die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit: „Kein einzelner Park kann den Verlust der biologischen Vielfalt allein aufhalten.“ Umweltministerin Thekla Walker hob bei der Unterzeichnung die Bedeutung von Wäldern für den Klimaschutz hervor. Der Erhalt dieser Ökosysteme sei entscheidend, um Emissionen zu reduzieren und die Tierwelt zu schützen. Die Vereinbarung legt ein strukturiertes Arbeitsprogramm fest, das die langfristige Zusammenarbeit bei Umweltfragen sichert.

In den kommenden fünf Jahren werden die Parks gemeinsam an Klimaschutz, Naturschutz und Tourismus arbeiten. Forschungserkenntnisse und technische Lösungen sollen grenzüberschreitend geteilt werden, um die Überwachung und Bewirtschaftung der Gebiete zu verbessern. Das Abkommen markiert einen konkreten Schritt in den kontinentalen Bemühungen, natürliche Lebensräume zu erhalten und Umweltbedrohungen entgegenzuwirken.