28 January 2026, 00:54

Baden-Württemberg will tägliche Benzinpreissprünge an Tankstellen begrenzen

Eine Liniengrafik, die die CO2-Emissionen in Deutschland im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem Text.

Regionaler Ansturm: Spritpreise sollen nur noch einmal am Tag steigen - Baden-Württemberg will tägliche Benzinpreissprünge an Tankstellen begrenzen

In Deutschland gibt es einen neuen Vorstoß, die Häufigkeit von Benzinpreisanpassungen pro Tag zu begrenzen. Baden-Württemberg hat einen Antrag eingebracht, der die Änderungen auf nur noch einmal innerhalb von 24 Stunden beschränken soll. Der Schritt folgt langjährigen Bedenken wegen der häufigen Preisschwankungen an Tankstellen in der Nähe im ganzen Land.

Das Bundeskartellamt hat im Durchschnitt 18 tägliche Preisänderungen an deutschen Tankstellen registriert. Diese Schwankungen führen oft zu Verunsicherung bei Autofahrern und sorgen bei Tankstellenbetreibern für verärgerten Kunden.

Der Verband der Tankstellenbetreiber unterstützt die Initiative und argumentiert, dass plötzliche Preissprünge unnötige Herausforderungen für die Unternehmen schaffen. Die Zustimmung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Bundesrat eine ähnliche Vorlage aus dem Jahr 2012 erneut prüft. Offizielle Protokolle geben jedoch keine Auskunft darüber, wer damals im Bundesrat zu den Benzinpreisgrenzen Stellung genommen hat. In jüngeren Debatten lag der Fokus stattdessen auf Energiethemen wie THG-Quoten und CO₂-Bepreisung, sodass die Diskussionen von 2012 im Unklaren bleiben.

Wird der neue Vorschlag angenommen, dürften die Benzinpreise nur noch einmal täglich aktualisiert werden. Dies könnte mehr Stabilität für Autofahrer und Tankstellenbetreiber bringen. Die Entscheidung hängt von weiteren Beratungen im Bundesrat ab.