09 February 2026, 07:05

Berlin führt: Studierende zahlen hier die höchsten Mieten Deutschlands

Eine Karte der Vereinigten Staaten, farbig nach Schulbezirk unterteilt, die den Prozentsatz der Schülerausgaben pro Schüler zeigt, mit begleitendem Text, der weitere Dateninformationen bereitstellt.

Berlin führt: Studierende zahlen hier die höchsten Mieten Deutschlands

Berlin ist die teuerste Stadt Deutschlands für Student:innenwohnungen

In Berlin sind die Mieten für Studierende in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um 5,2 Prozent gestiegen – damit ist die Stadt zur teuersten in Deutschland für studentisches Wohnen geworden. Die hohen Kosten zwingen viele Studierende, einen großen Teil ihres Einkommens für die Miete aufzuwenden.

Eine kleine Wohnung in Berlin kostet mittlerweile rund 670 Euro im Monat, ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft durchschnittlich 630 Euro. Damit liegt die Stadt bundesweit auf Platz acht bei den Ausgaben für Student:innenwohnungen. Zum Vergleich: In Berlin sind die Preise günstiger – hier liegen die Mieten für eine Wohnung bei 660 Euro, für ein WG-Zimmer bei 620 Euro.

Grund für die hohen Mieten sind die große Zahl an Studierenden und der Mangel an verfügbarem Wohnraum. Über 62 Prozent der studentischen Haushalte in Berlin geben mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus. Auch in anderen Universitätsstädten des Landes wie Freiburg, Stuttgart und Konstanz steigen die Kosten, während Mannheim und Ulm noch vergleichsweise erschwinglich bleiben.

Politische Maßnahmen zur Entlastung des Berliner Student:innenwohnungsmarkts gab es bisher nicht. Daten zu neu gebauten, speziell auf Studierende ausgerichteten Wohnungen zwischen 2021 und 2026 liegen nicht vor, und die meisten Wohnprojekte in der Stadt richten sich nicht gezielt an diese Zielgruppe. Angesichts wachsender Studierendenzahlen und geringer Neubautätigkeit dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

Die steigenden Mieten in Berlin spiegeln einen bundesweiten Trend wider, bei dem die Nachfrage das Angebot übersteigt. Studierende tragen die finanzielle Last – viele müssen einen erheblichen Teil ihres Einkommens für Wohnen aufbringen. Ohne mehr Neubauten oder politische Veränderungen ist kaum mit einer Besserung zu rechnen.