07 February 2026, 09:16

Betrunkener Mann löst Notbremsung bei der Deutschen Bahn in Esslingen aus

Eine Gruppe von Polizisten in schwarzer Einsatzkleidung verhaftet einen Mann in einem weißen Kleid auf einem Bahnsteig, mit anderen Menschen und dem Himmel im Hintergrund.

Betrunkener Mann löst Notbremsung bei der Deutschen Bahn in Esslingen aus

35-Jähriger löst gefährliche Störung am Bahnhof Esslingen-Zell aus – Festnahme wegen Trunkenheit

Ein 35-jähriger Mann hat am Mittwoch am Bahnhof Esslingen-Zell eine gefährliche Störung verursacht, nachdem er widerrechtlich die Gleisanlagen der Deutschen Bahn betreten hatte. Der Vorfall führte zu seiner Festnahme wegen Trunkenheit im öffentlichen Raum.

Der Zwischenfall begann, als der türkische Staatsangehörige am 1. Oktober 2025 das Gleisbereich des Bahnhofs Esslingen-Zell betrat. Bahnmitarbeiter lösten umgehend eine Notbremsung für einen herannahenden Metroplexpress-Zug der Deutschen Bahn aus und verhinderten so nur knapp eine Kollision.

Die Bundespolizei nahm den Mann nach seiner Entfernung von den Gleisen in Gewahrsam. Bei der Festnahme leistete er körperlichen Widerstand und versuchte, einen Beamten zu beißen. Die Behörden bestätigten später, dass er zum Zeitpunkt der Tat unter Alkoholeinfluss stand.

Deutschland führt keine zentrale Datenbank für derartige Vorfälle. Zwar erfassen die einzelnen Bundesländer Verstöße gegen die Bahnsicherheit in der polizeilichen Kriminalstatistik, doch bundesweite Zahlen für die vergangenen fünf Jahre existieren nicht. Dadurch bleibt das gesamte Ausmaß unbefugter Gleisbetretungen und Widerstandsfälle in allen 16 Bundesländern unklar.

Dem Mann drohen nun Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Durch die Notbremsung konnte ein möglicher Unfall abgewendet werden, doch die Handlungen des Mannes führten zu strafrechtlichen Konsequenzen. Der Fall wirft zudem Fragen zur lückenhaften nationalen Erfassung von Vorfällen im Bahnsicherheitsbereich auf. Die Ermittlungen laufen unter der Zuständigkeit der Bundespolizei weiter.