29 December 2025, 00:55

Bodensee setzt Drohnen gegen Kormorane ein, um Fischbestände zu retten

Ein Plakat mit verschiedenen Fischen in der Mitte des Bildes.

Hunderttausende Euro für Projekte gegen den Kormoran - Bodensee setzt Drohnen gegen Kormorane ein, um Fischbestände zu retten

Drei Jahre lang soll die Kormoran-Population am Bodensee reduziert werden, um heimische Fischbestände zu schützen

Ein neues, auf drei Jahre angelegtes Projekt zielt darauf ab, die Bestände der Kormorane am Bodensee zu verringern, um die lokalen Fischvorkommen zu bewahren. Das Vorhaben mit einem Volumen von rund 900.000 Euro setzt auf Drohnen und andere Methoden, um den Einfluss der Vögel auf die Fischerei zu begrenzen. Behörden warnen, dass ein einzelner Kormoran täglich mehr als ein halbes Kilogramm Fisch frisst – mit spürbaren Folgen für die gewerbliche Fischerei.

Das Umweltministerium hat fünf zentrale Maßnahmen zur Regulierung der Kormoran-Bestände genehmigt. Eine Methode sieht vor, dass Drohnen Öl auf die Nester sprühen, um das Schlüpfen der Eier zu verhindern. Allein dieser Teil des Projekts wird mit Kosten zwischen 100.000 und 200.000 Euro veranschlagt.

Die EU übernimmt 60 Prozent des 900.000-Euro-Budgets; beteiligt sind Deutschland, die Niederlande, Dänemark und möglicherweise auch Schweden. Behörden stufen Kormorane als invasive Art ein, die in Norddeutschland und angrenzenden Regionen ökologische und wirtschaftliche Schäden verursacht. Zudem wird eine gezielte Bejagung in Erwägung gezogen, um Fischbestände zu sichern und die Fischereiwirtschaft zu stützen. Ab Anfang nächsten Jahres sollen Drohnen eingesetzt werden, zunächst mit Fokus auf die Ölbehandlung der Nester, um die Brut zu stören. Ziel ist es, die langfristigen Auswirkungen der Vögel auf gefährdete Fischarten und kommerzielle Fangmengen zu verringern.

Das Vorhaben kombiniert Drohnentechnologie, Nestbehandlungen und mögliche Bejagung, um die Überpopulation der Kormorane einzudämmen. Mit Unterstützung der EU läuft das Projekt über drei Jahre und konzentriert sich auf zentrale Brutgebiete. Bei Erfolg könnte der Druck auf die Fischbestände gemindert und die Existenz lokaler Fischereibetriebe gesichert werden.