Börse Stuttgart und Tradias fusionieren: Krypto-Gigant entsteht bis 2026
Hans-Jürgen PeukertBörse Stuttgart und Tradias fusionieren: Krypto-Gigant entsteht bis 2026
Die Börse Stuttgart Gruppe und ihre Krypto-Tochter BSDH stehen vor der Fusion mit dem europäischen Krypto-Handelsunternehmen Tradias. Die von der Kanzlei White & Case begleitete Transaktion soll ihre Position auf dem Markt für digitale Vermögenswerte stärken. Der Abschluss des Deals wird für das späte Jahr 2026 erwartet, vorbehaltlich der finalen Verhandlungen und behördlichen Genehmigungen.
Die Fusion vereint zwei bedeutende Akteure im europäischen Kryptosektor. BSDH, Teil der Börse Stuttgart Gruppe, betreibt bereits das größte Krypto-Geschäft unter den traditionellen Börsen Europas. Zu ihren Kunden zählen die DZ Bank und die DekaBank. Tradias, ein weniger bekanntes Unternehmen, bedient unter anderem Trade Republic und die DWP Bank.
White & Case stellte ein interdisziplinäres Team zusammen, um die Transaktion zu begleiten. Die Partner Prof. Roger Kiem, Stefan Bressler und Agmal Bahrami übernahmen die Federführung. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern aus den Bereichen M&A, Regulierung, Arbeitsrecht und geistiges Eigentum. Das erweiterte Team der Kanzlei deckte zudem Steuerfragen, Vergütung und Sozialleistungen sowie Kartellrecht ab.
Auf Seiten der Börse Stuttgart Gruppe leiteten Maximilian Böstler, Thorsten Ehinger, Oliver Vins und Constantin Bettermann das interne Team. Der Zeitplan für die Fusion hängt von den laufenden Gesprächen und den Freigaben durch die Finanzaufsichtsbehörden ab.
Tradias hat bisher ein eher zurückhaltendes Profil gepflegt – öffentlich zugängliche Daten zu Marktentwicklung, Kundenzahlen oder Umsätzen der vergangenen drei Jahre fehlen. Diese fehlende Transparenz steht im Kontrast zur etablierten Präsenz von BSDH in der Branche.
Sollte die Fusion genehmigt werden, wird sie die Skalierungskraft von BSDH mit der Handelsexpertise von Tradias verbinden. Der Abschluss des Deals ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Beide Unternehmen werden ihre Geschäfte unter einer gemeinsamen Struktur fortsetzen, sofern alle rechtlichen und regulatorischen Auflagen erfüllt werden.






