25 January 2026, 04:54

Bosch plant radikalen Stellenabbau – 1.700 Jobs in Bühl bedroht

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße stehen und ein Banner mit der Aufschrift "Kein Grind Lo Feuer" halten, im Protest vor einem Gebäude, Bäumen, Polen, Schildern, Fahrzeugen und einem klaren blauen Himmel.

Bosch plant radikalen Stellenabbau – 1.700 Jobs in Bühl bedroht

Bei Bosch in Bühl drohen massive Stellenstreichungen, da das Unternehmen seine Umstrukturierungspläne konsequent vorantreibt. Bis zu 1.700 Arbeitsplätze könnten wegfallen – das Werk im nahegelegenen Bühlertal soll komplett geschlossen, der Standort Bühl möglicherweise halbiert werden. Die Belegschaft und ihre Gewerkschaft, die IG Metall, lehnen die Pläne entschlossen ab.

Der Konflikt eskalierte, als Bosch ankündigte, die Belegschaft in Bühl um rund 1.700 Stellen zu reduzieren. Zudem plant das Unternehmen, den Standort Bühlertal vollständig zu schließen. Die Beschäftigten reagierten mit einer "aktiven Mittagspause" als Protest und wiesen das Ultimatum des Konzerns zurück.

Bosch hat eine strikte Frist für die Verhandlungen gesetzt und gedroht, im Falle einer Einigungsblockade eine Einigungsstelle einzuschalten. Dieses Gremium könnte dann – gestützt auf die sozialen Auswahlkriterien des deutschen Arbeitsrechts – vor allem Kündigungen für Mitarbeiter in Produktion und Betrieb verhängen. Die IG Metall kritisiert diesen Schritt scharf: Eine Schlichtung würde echte Verhandlungen beenden, so die Gewerkschaft. Sie besteht darauf, dass die Belegschaft maßgeblich an der Entscheidung mitwirken muss. Scheitern die Gespräche, könnte der Beschluss der Einigungsstelle direkt rund 1.700 Beschäftigte im Bühler Werk treffen.

Die Beschäftigten stehen nun vor der Wahl: Entweder erzwungene Stellenabbau-Maßnahmen hinnehmen oder in letzter Instanz noch Einfluss auf das Verfahren nehmen. Während die Frist von Bosch näher rückt, kämpft die Gewerkschaft weiter für fairere Bedingungen. Die Entscheidung wird über die Zukunft von fast 1.700 Arbeitsplätzen in der Region entscheiden.