25 April 2026, 04:33

Bosch will bis 2030 klimaneutral werden – mit Milliardeninvestitionen und radikaler Logistikwende

Flussdiagramm, das die Energieversorgungskette zeigt, mit Phasen der Energieproduktion mit Fahrzeugen, Bäumen und Textbeschriftungen.

Bosch will bis 2030 klimaneutral werden – mit Milliardeninvestitionen und radikaler Logistikwende

Bosch hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: bis 2030 klimaneutral zu werden. Das Unternehmen investiert massiv in Energieeffizienz, saubere Energien und CO₂-Kompensationen, um dieses Vorhaben zu realisieren. Bereits jetzt haben aktuelle Projekte die Emissionen und den Energieverbrauch in den weltweiten Standorten deutlich reduziert.

Ein zentraler Schritt besteht darin, den Luftfrachtverkehr zu reduzieren, der 2018 noch 71 Prozent der Transportemissionen von Bosch ausmachte. Das Unternehmen plant, geplante Lufttransporte vollständig abzuschaffen und stattdessen auf den Seeweg umzusteigen. Diese Umstellung könnte jedoch größere Lagerbestände erfordern, um die längeren Lieferzeiten auszugleichen.

Bereits heute verzeichnet Bosch Fortschritte bei der Senkung der Transportemissionen. Durch die Optimierung der Lkw-Größen, die Bündelung von Teilen und die Reduzierung der Lieferfrequenzen konnte der CO₂-Ausstoß um das Dreifache gesenkt werden. Selbst wenn Luftfracht unvermeidbar war, setzte das Unternehmen auf Frachtflugzeuge, die im Vergleich zu Passagiermaschinen 1,7-mal weniger Energie verbrauchen.

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Auch in den Produktionsstätten hat Bosch die Energieeffizienz deutlich verbessert. Im Werk Stuttgart-Feuerbach sank der Verbrauch seit 2007 um 55 Prozent – dank gezielter Managementprogramme und Schulungen. In Renningen trugen ein begrüntes Dach und eine Regenwassernutzungsanlage zu einer Einsparung von 30 Prozent bei. Weltweit hat Bosch Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt, darunter Wind- und Solaranlagen.

Um das Ziel bis 2030 zu erreichen, investiert Bosch rund eine Milliarde Euro in Effizienzmaßnahmen und eine weitere Milliarde in klimaneutrale Energien sowie CO₂-Zertifikate. Allein die Lieferkette der Automobilindustrie verursacht 18 Prozent der Sektoremissionen – die geplanten Veränderungen sind daher entscheidend für eine langfristige Reduktion.

Boschs Strategie vereint umweltfreundlichere Logistik, energiefeffiziente Technologien und Investitionen in erneuerbare Energien. Mit einem Finanzvolumen von zwei Milliarden Euro will das Unternehmen seine Emissionen innerhalb der nächsten sechs Jahre auf null senken. Gelingen diese Maßnahmen, könnten sie einen neuen Maßstab für industrielle Nachhaltigkeit setzen.

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