BSW-Schatzmeister Suikat wehrt sich gegen Personenkult-Vorwürfe vor Landtagswahl
Ludger RörrichtBSW-Politiker Suikat: "Ich Sehe Keine Persönlichkeitskult Hier" - BSW-Schatzmeister Suikat wehrt sich gegen Personenkult-Vorwürfe vor Landtagswahl
BSW-Politiker Suikat: "Hier sehe ich keinen Personenkult"
BSW-Politiker Suikat: "Hier sehe ich keinen Personenkult"
BSW-Politiker Suikat: "Hier sehe ich keinen Personenkult"
- Dezember 2025, 08:35 Uhr
Ralph Suikat, Millionär aus Karlsruhe und Schatzmeister des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), weist Vorwürfe zurück, in der linken Partei gebe es einen Personenkult. Die BSW, eine linke Abspaltung von der Linken, wurde am 8. Januar 2024 gegründet und strebt nun erstmals den Einzug in den Landtag von Baden-Württemberg an.
Suikat betont, dass die Anziehungskraft der Partei nicht auf Wagenknechts Person, sondern auf ihren Werten beruhe. Sein Fokus liege darauf, die BSW vor der anstehenden Wahl bekannter zu machen.
Der Unternehmer engagiert sich politisch, nachdem er jahrzehntelang in der Wirtschaft tätig war. 1993 gründete er mit anderen die STP Group, ein Technologie- und Beratungsunternehmen, und verkaufte seine Anteile 2016. Danach arbeitete er als Impact-Investor und setzte sich für wirtschaftliche Systeme ein, die mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit fördern.
Die BSW entstand aus einer Spaltung der Linken, angeführt von Wagenknecht. Suikat betont, die Partei sei nicht um ihre Person, sondern um gemeinsame Prinzipien aufgebaut. Er unterstützt Forderungen wie höhere Steuern auf Großvermögen – ganz im Sinne der linkswirtschaftlichen Ausrichtung der BSW.
Aktuelle Umfragen sehen die Partei in Baden-Württemberg bei etwa vier Prozent, knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Landtag. Dennoch ist Suikat zuversichtlich, dass die BSW im Frühjahr Mandate erringen wird. Seine Strategie: die öffentliche Präsenz der Partei stärken und ihre politische Ausrichtung verbreitern. Langfristig plant die BSW zudem einen neutraleren Namen, um eine breitere Wählerbasis anzusprechen.
Suikats wirtschaftlicher Hintergrund steht im Kontrast zu den linken Positionen der BSW, doch er argumentiert, dass Reformen von innen kommen müssten. Seine Erfahrungen aus der Wirtschaft und als Investor prägen nun seine politischen Ziele – etwa eine stärkere Umverteilung von Vermögen.
Die erste Bewährungsprobe für die BSW steht mit der Landtagswahl in Baden-Baden im Frühjahr bevor. Sollte sie erfolgreich sein, könnte sich die Partei als neue Kraft in der deutschen Politik etablieren. Ob dies gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie gut es Suikat und der BSW gelingt, ihre Bekanntheit zu steigern und ihre Programmatik zu schärfen.