02 May 2026, 00:38

Bundesweiter Apothekenstreik am 23. März: Warum jetzt die Löhne im Fokus stehen

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Deckung für amerikanische Familien."

Bundesweiter Apothekenstreik am 23. März: Warum jetzt die Löhne im Fokus stehen

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen bundesweiten Streik am 23. März vor. Sie werden ihre Geschäfte schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Einer der Protestierenden, Dr. Christian Fehske, hat sich bereits mit Vertretern der gesetzlichen Krankenversicherung über Löhne und Transparenz gestritten.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, hinterfragte den GKV-Spitzenverband zu einem vorgeschlagenen Lohnplus von sieben Prozent für Mitarbeiter der AOK. Er forderte Kostenschätzungen und Möglichkeiten, die Ausgaben auszugleichen – die jährlichen Mehrkosten könnten seiner Einschätzung nach bis zu 250 Millionen Euro betragen. Der Verband lehnte eine Auseinandersetzung mit seinen Fragen ab und verweigerte zudem die Nutzung eines Fotos der stellvertretenden Vorsitzenden Stefanie Stoff-Ahnis für Protestplakate.

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Fehske wies zudem auf eklatante Lohnunterschiede hin: Apothekenmitarbeiter verdienten demnach weniger als AOK-Hausmeister. Seine Kritik richtet sich gegen die Krankenkassen und deren Tarifverhandlungen – nicht gegen politische Parteien oder Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Der GKV-Spitzenverband wies Fehskes Anfrage mit der Begründung zurück, sie entspreche nicht den Standards einer Presseanfrage.

Am 23. März werden Apotheken bundesweit geschlossen bleiben, während in mehreren Städten zentrale Demonstrationen stattfinden. Die Organisatoren betonen, dass es bei der Aktion ausschließlich um faire Bezahlung für Apothekenbeschäftigte gehe. Ziel des Protests ist eine Reform der Lohnstrukturen im Apothekensektor. Der Konflikt zwischen Fehske und dem GKV-Spitzenverband spiegelt dabei die größeren Spannungen um Löhne und Transparenz wider. Mit den geplanten flächendeckenden Schließungen könnte der Streik zwar die Versorgung beeinträchtigen – doch die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen bleibt unüberhörbar.

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