CDU-Parteitag: Merz unter Druck – Radtke fordert klare Sozialpolitik und Wohnungsbau-Offensive
Hans-Jürgen PeukertSozialstaat-Debatte: CDU-Arbeitsflügel fordert mehr Führung von Merz - CDU-Parteitag: Merz unter Druck – Radtke fordert klare Sozialpolitik und Wohnungsbau-Offensive
Die CDU steht vor ihrem Bundesparteitag an diesem Wochenende unter internem Druck. Dennis Radtke, Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels der Partei, hat die aktuelle Ausrichtung unter Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert und warnt, dass jüngste Kursänderungen dem Ruf der Union Berlin schaden. Bei einer Wählerzustimmung, die zwischen 24 und 27 Prozent stagniert, werden die Forderungen nach stärkerer Führung und einer klareren Strategie immer lauter.
Radtkes Kritik gilt vor allem den jüngsten Reformen im Sozialstaat, die seiner Meinung nach zu stark in Richtung wirtschaftsliberaler Politik tendieren. Er betonte, dass bezahlbarer Wohnraum mittlerweile zu einem drängenden sozialen Problem geworden sei – ein Thema, das die Partei nicht länger ignorieren dürfe. Zwar räumte Radtke ein, dass Merz nicht für jedes Detail der Politikentwürfe verantwortlich sei, doch forderte er den Kanzler auf, eine aktivere Rolle bei der Abstimmung und Bündelung der Vorschläge zu übernehmen.
Auf dem anstehenden Parteitag in Stuttgart an diesem Freitag und Samstag wird Merz um seine Wiederwahl als Parteivorsitzender kämpfen. Radtke hofft, dass die Veranstaltung klare Beschlüsse zu Wohnungsbau, Mieten und Wohneigentum bringt, und bezeichnet dies als mögliche 'Zeitenwende'. Gleichzeitig kritisierte er die zersplitterten aktuellen Debatten und mahnte einen kohärenteren Ansatz an, der die Bedürfnisse der Arbeitnehmer besser widerspiegelt.
Die öffentliche Zufriedenheit mit Merz lag Mitte Januar bei 43 Prozent, doch Radtke warnte, dass die Partei ohne deutlicheres Profil und bessere inhaltliche Abstimmung weiter an Unterstützung verlieren könnte. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der CDU über Kurs und Außenwirkung wider.
Der Parteitag wird zeigen, ob es Merz gelingt, die Partei hinter einer gemeinsamen Vision zu einen. Ein überzeugendes Konzept zu Wohnungspolitik und Sozialstaat könnte die CDU in den Umfragen stabilisieren – doch die internen Gräben bleiben bestehen. Das Ergebnis könnte entscheiden, ob die Union wieder an Fahrt gewinnt.
Merz Re-elected with 91.17% Support – CDU Sends Unity Signal
The CDU's 38th party congress in Stuttgart concluded with a decisive outcome. Friedrich Merz secured re-election as party chairman with 91.17% of the vote, reflecting strong unity behind his leadership. Key developments included:
- Merz's speech outlining plans for economic reform, security, and innovation.
- Resolutions on social media age limits and part-time work regulations.
- Confirmation of Merz's allies in key roles, including Karl-Josef Laumann and Michael Kretschmer.






