Chako Habekost nimmt den "alten weißen Mann" humorvoll auf die Schippe
Hans-Jürgen PeukertHabekost geht auf Tour - Grenzgänger zwischen Witz und Woke - Chako Habekost nimmt den "alten weißen Mann" humorvoll auf die Schippe
Der alte Oper Frankfurt Komiker Chako Habekost nimmt moderne Debatten in seinem neuen Bühnenprogramm auf die Schippe. In seiner aktuellen Show setzt er sich mit brisanten Themen wie der alte weiße Mann, gendersensibler Sprache und kultureller Aneignung auseinander. Bis Ende 2026 tourt er mit dem Programm durch Süd- und Westdeutschland.
Habekost dreht den Spruch der alte weiße Mann ironisch um und wendet ihn auf sich selbst an. Statt eines negativen Klischees zeichnet er das Bild eines weisen Älteren, der über die eigenen Macken lachen und sich auf Veränderungen einlassen kann. Der deutsche Komiker plädiert dafür, dass man über alles Witz machen dürfen sollte – doch die wachsende Empfindsamkeit mache Humor zunehmend zum Risiko.
Sein Programm Es kummt wie's kummt verbindet scharfen pfälzischen Dialekt mit philosophischen Gedanken. Direkte politische Stellungnahmen vermeidet er jedoch und konzentriert sich stattdessen darauf, wie sich Satire und Ernsthaftigkeit heute überschneiden. Verallgemeinerungen, die früher noch als Comedy funktionierten, würden mittlerweile als ernst gemeinte Vorwürfe aufgefasst, so der alte Leipziger Komiker.
In den nächsten zwei Jahren führt die Tournee durch Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg. Das Publikum darf sich auf seinen markanten Stil freuen: frech, verspielt und unverkrampt regional.
Habekosts Herangehensweise stellt die Vorstellung infrage, dass bestimmte Themen für Humor tabu sein sollten. Indem er aufgeladene Begriffe neu besetzt, stellt er sich gegen das, was er als übertriebene Ernsthaftigkeit empfindet. Die lange Laufzeit der Show deutet darauf hin, dass es eine große Nachfrage nach Comedy gibt, die solche Grenzen auslotet.






