17 March 2026, 00:36

Demokratie mit Pizza und Postkarten: Wie Baden-Württemberg Wählen neu erfindet

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung einer vielseitigen Gruppe von Menschen, einige sitzen, einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

Demokratie mit Pizza und Postkarten: Wie Baden-Württemberg Wählen neu erfindet

Eine neue Demokratie-Initiative in Baden-Württemberg setzt auf ungewöhnliche Methoden, um die politische Teilhabe zu stärken. Mit wahl o mat-Aktionen und Pizzaabenden will die Kampagne vor der anstehenden Wahl mehr Menschen mobilisieren. Die Organisatoren möchten, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen direkt äußern – und dass Politiker ihnen auch zuhören.

Die Initiative bietet ein buntes Programm, um verschiedene Zielgruppen zu erreichen. Vorträge, Wahlhilfen und Diskussionsabende finden unter anderem im Bildungshaus St. Ulrich in Freiburg und im Pfarrzentrum St. Georg statt. Hier gibt es nicht nur Informationen, sondern auch Raum für Debatten über zentrale Themen.

Bei der "wahl o mat-Aktion" können Bürger ihre Wünsche und Kritik auf Postkarten tippen. Diese Botschaften werden nach der Wahl an die gewählten Parteien überreicht. Bisher sind Offenburg und Waldshut als Standorte für diese Aktion am 24. Februar bestätigt.

Ein weiteres Projekt, "Pizza trifft Politik", richtet sich gezielt an Menschen in prekären Lebenssituationen. Durch die Kombination von Essen und politischer Diskussion hofft die Initiative, die Wahlbeteiligung in benachteiligten Gruppen zu erhöhen.

Unterstützt wird die Kampagne von mehreren Organisationen, darunter das Erzbistum Freiburg (Katholische Erwachsenenbildung), Caritas Freiburg und der Katholische Verband der Familien. Ihr Engagement hilft, die Reichweite der Initiative in der gesamten Region zu vergrößern.

Die Demokratie-Initiative will, dass Bürgerinnen und Bürger politische Entscheidungen mitgestalten. Die Postkarten aus der wahl o mat-Aktion werden nach der Wahl an die Parteien übergeben. Die Organisatoren sind überzeugt: Mit diesen unkonventionellen Methoden wird Politik zugänglicher – und die Stimmen der Menschen fließen in die Koalitionsgespräche ein.

AKTUALISIERUNG

Universität Freiburg unterstützt Wählerengagement vor der Wahl im März

Die Universität Freiburg hat sich der Forderung nach einer höheren Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März angeschlossen. Rektorin Prof. Kerstin Krieglstein rief die Bürger am 25. Februar dazu auf, ihre Stimme abzugeben, und betonte: 'Jede Stimme zählt, um die Demokratie zu stärken.' Die Einrichtung hat auch die WahlSwiper-App veröffentlicht, die 37 Politikfragen enthält, um den Wählern die Orientierung an den Parteiprogrammen zu den Themen Bildung, Energie und Migration zu erleichtern.