Dorfens Hemadlenz-Fest bricht Besucherrekord mit wintervertreibendem Spektakel
Hans-Jürgen PeukertDorfens Hemadlenz-Fest bricht Besucherrekord mit wintervertreibendem Spektakel
Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest lockte am 12. Februar mehr Besucher denn je an
Rund 4.500 Menschen füllten die Straßen des Städtchens und feierten ausgiebig das lebendige Brauchtum, das den Winter vertreiben soll. Mit einem Umzug, der Verbrennung einer Strohpuppe und ausgelassenen Festlichkeiten bis in die späten Abendstunden wurde das traditionelle Spektakel begangen. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen, während sich die gesamte Gemeinde an den Feierlichkeiten beteiligte.
Der Tag begann bei strahlendem Sonnenschein – entgegen der Regenprognosen der Wettervorhersage. Schon am Vormittag wimmelte es im Zentrum von Festteilnehmern in der typischen Hemadlenz-Tracht: lange weiße Nachthemden, schwarze spitze Kappen für die Männer und mit rotem Rand verzierte Nachthauben für die Frauen. Die Kostüme symbolisieren das Ende der winterlichen "Hibernation" und den Aufbruch der Menschen aus ihren warmen vier Wänden.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren streng: Über 5.000 Euro wurden in Maßnahmen investiert, um die Veranstaltung sicher zu gestalten. Straßen wurden gesperrt, die Umzugsroute blieb autofrei. Der Zug schlängelte sich durch Dorfen und endete am Marienplatz, wo um 14:30 Uhr die Strohpuppe Hemadlenz'n auf ein Schafott gehievt und angezündet wurde. Als die Figur in Flammen aufging, brandete Jubel auf – das symbolische Ende des Winters war besiegelt.
Als später Regen und Wind aufkamen, verlegte sich die Feier einfach nach drinnen. Viele setzten die Festlichkeiten in der E3-Kellerbar oder im Heizwerk-Club fort und hielten die ausgelassene Stimmung aufrecht.
Das diesjährige Hemadlenz-Fest brach alle Besucherrekorde und festigte seinen Ruf als Dorfens beliebtester Brauch. Mit seinem Mix aus Umzug, Feuerritual und gemeinschaftlichem Feiern bleibt es ein zentraler Moment, um den Winter zu vertreiben. Sowohl die Organisatoren als auch die Teilnehmer zeigten sich begeistert und bezeichneten die Veranstaltung als reibungslosen, fröhlichen Erfolg.