Emmendingen startet als erster Standort die Vesperkirchen-Saison 2025/26 mit neuem Programm
Gabor HethurEmmendingen startet als erster Standort die Vesperkirchen-Saison 2025/26 mit neuem Programm
Die Vesperkirchen-Saison 2025/26 hat in Emmendingen offiziell begonnen – einer der ersten Standorte in Baden-Württemberg, der in diesem Jahr seine Türen öffnet. Die Initiative, die 1995 in Stuttgart ihren Anfang nahm, hat sich seitdem zu einer landesweiten Bewegung entwickelt, die in den kalten Monaten mehr Wärme, Mahlzeiten und Unterstützung bietet.
Die Vesperkirchen sind weit mehr als nur eine Anlaufstelle für warmes Essen: Sie schaffen Räume der Begegnung, der Ruhe und der Menschlichkeit. In Emmendingen erwarten die Besucher zudem ein kulturelles Programm mit Konzerten, Diskussionsrunden und Familien-Nachmittagen. Das Leitmotiv „Miteinander und füreinander“ prägt dabei alle Aktivitäten.
Getragen wird das Projekt vor allem von ehrenamtlichen Helfern, die sich in Zusammenarbeit mit örtlichen Kirchen, sozialen Einrichtungen und der regionalen Diakonie engagieren. In diesem Jahr werden landesweit 47 Vesperkirchen und ähnliche Projekte ihre Arbeit aufnehmen. Viele Standorte bieten neben Essen auch Rechtsberatung, medizinische Hilfe, Kleidung, Friseurdienste und seelsorgerische Betreuung an. Die Bischöfe Heike Springhart und Ernst-Wilhelm Gohl betonen die Bedeutung der Vesperkirchen als Orte, an denen Gemeinschaft und Hoffnung wachsen. Dass Emmendingen so früh startet, unterstreicht das Engagement der Stadt, bedürftigen Menschen mit Beginn des Winters mehr zur Seite zu stehen.
Die Vesperkirche in Emmendingen dient dabei als Vorbild für die weiteren 46 Standorte, die sich derzeit auf ihre Eröffnung vorbereiten. Mit einer Kombination aus praktischer Hilfe und sozialem Engagement stärkt die Initiative weiterhin den Zusammenhalt in der Region. Die Veranstalter rechnen in dieser Saison mit noch mehr Menschen, die die Angebote nutzen werden.