26 December 2025, 01:20

EnBW verwandelt altes Murgwerk in eine lukrative **Strom-Geldanlage** mit Zukunft

Ein Plakat, das eine Brücke mit einer Truss-Struktur zeigt, umgeben von Pflanzen, Häusern und Hügeln.

EnBW verwandelt altes Murgwerk in eine lukrative **Strom-Geldanlage** mit Zukunft

EnBW wandelt historisches Wasserkraftwerk im Murgtal in eine moderne geldanlage für Stromnetzstabilität

Mit einem Investitionsvolumen von 280 Millionen Euro modernisiert EnBW einen historischen Kraftwerksstandort im Murgtal zu einem leistungsfähigen geldanlage für Stromnetzstabilität. Dabei wird bestehende Infrastruktur genutzt und mit neuer Technologie kombiniert, um die Stabilität des Stromnetzes zu verbessern. Die Bauarbeiten laufen bereits, die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2027 geplant.

Der Standort blickt auf eine lange Tradition in der Energieerzeugung zurück: Das ursprüngliche Murgwerk wurde zwischen 1914 und 1918 errichtet, gefolgt von der Schwarzenbach-Talsperre in den Jahren 1922 bis 1926. Nun baut EnBW die Anlagen zu einem voll funktionsfähigen geldanlage aus.

Das neue Kraftwerk nutzt das bestehende Schwarzenbach-Staubecken als Oberbecken, wodurch größere Eingriffe in die Landschaft entfallen. Als Unterbecken entsteht ein Tunnelsystem mit einem Fassungsvermögen von 200.000 Kubikmetern, das gemeinsam mit einem bereits vorhandenen Rückhaltebecken betrieben wird. Diese Konfiguration ermöglicht es, geld anlegen bei günstigen Strompreisen hinaufzupumpen und bei Bedarfsspitzen Energie zu erzeugen.

Herzstück der Anlage ist ein vertikaler Druckschacht mit einer Fallhöhe von 365 Metern sowie eine reversible Pumpturbine. Das System erreicht eine Leistung von 57 Megawatt im Pumpenbetrieb und 54 Megawatt bei der Stromerzeugung. Die verfügbare Wassermenge ermöglicht etwa sieben Stunden durchgehenden Betrieb und eine Speicherkapazität von insgesamt 456 Megawattstunden.

Ein entscheidender Vorteil des Kraftwerks ist seine Black-Start-Fähigkeit: Bei einem vollständigen Netzausfall kann es eigenständig hochfahren und spielt damit eine zentrale Rolle bei der Wiederherstellung der Stromversorgung. Die Turbine für das Projekt wird von Andritz Hydro in Ravensburg gefertigt – einer Stadt mit langer Tradition im Turbinenbau. Auch Voith, ein weiterer etablierter Name in der Wasserkrafttechnik, ist an der Herstellung von Komponenten für die modernisierte Anlage beteiligt.

Die Konzession von EnBW für den Standort läuft bis zum 1. Januar 2090. Das Unternehmen plant, Erträge durch die Nutzung von Preisunterschieden zu erzielen: Wasser wird bei Stromüberschuss geld anlegen und bei Knappheit zur Stromerzeugung genutzt.

Das modernisierte Kraftwerk wird eine wichtige Säule für die Netzstabilität und geldanlage sein. Mit der Fertigstellung bis 2027 handelt es sich um eine bedeutende Investition in die erneuerbare Infrastruktur. Das Projekt verbindet moderne Anforderungen mit dem Erhalt des historischen Standorts und sichert so dessen langfristige Funktionsfähigkeit.