20 June 2026, 20:24

EU führt digitalen Identitätsnachweis 2027 ein – doch Datenschützer warnen

Identifizieren, überwachen, kontrollieren: Die EU plant die digitale Identität

EU führt digitalen Identitätsnachweis 2027 ein – doch Datenschützer warnen

Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem für ihre Bürgerinnen und Bürger. Unter dem Namen EU-Digitaler-Identitätsnachweis (EU Digital Identity Wallet) soll es Menschen ermöglichen, ihre Identität und ihr Alter sowohl online als auch offline zu bestätigen. Erste Pilotprojekte laufen bereits, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant.

An dem Vorhaben arbeiten die EU und ihre Mitgliedstaaten gemeinsam, um eine sichere Methode zur Verwaltung persönlicher Daten zu schaffen. Nutzerinnen und Nutzer können damit ihre Identität nachweisen, wichtige Dokumente digital speichern und selbst bestimmen, wer Zugriff auf ihre Informationen erhält. Zudem wird das System mit einer Altersverifikations-App verknüpft, die den Zugang zu Erwachsenen-Websites einschränken soll.

Die Entwicklung schreitet voran: Die Bundesdruckerei baut die technische Infrastruktur für die Ausgabe von Personendaten auf. Allerdings erlitt die erste Version der Altersprüfungs-App einen Rückschlag, als sie kurz nach der Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gehackt wurde.

Der digitale Ausweis wird zunächst als freiwilliges Angebot eingeführt. Seine Verbreitung könnte zunehmen, da die Bargeldnutzung zurückgeht und die Pläne für einen digitalen Euro voranschreiten. Datenschützer warnen jedoch vor möglichen Risiken einer flächendeckenden Überwachung durch das System.

Der Start des EU-Digitalen-Identitätsnachweises ist für Anfang 2027 vorgesehen. Ziel ist es, die Identitätsprüfung für digitale Dienstleistungen in ganz Europa zu vereinfachen. Trotz fortbestehender Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Privatsphäre laufen Entwicklung und Tests weiter.

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