12 February 2026, 09:30

Europa setzt auf eigene Batterietechnologie – doch die Umsetzung stockt noch

Eine Zeichnung eines Fabrikinneren mit einer großen zentralen Maschine, umgeben von verschiedenen Geräten, Möbeln und einem Schild mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana".

Europa setzt auf eigene Batterietechnologie – doch die Umsetzung stockt noch

Europa will seine eigene Batterietechnologie im Rahmen einer umfassenderen Industriestrategie vorantreiben. Das von regionalen Führungskräften unterstützte Vorhaben zielt darauf ab, zukünftige Schlüsseltechnologien auf dem Kontinent zu halten – statt sich auf ausländische Zulieferer zu verlassen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert strengere lokale Wertschöpfungsregeln in ganz Europa. Sein Vorschlag sieht vor, dass Unternehmen zunächst in europäische Produktionsstandorte, Arbeitsplätze und Wertschöpfung investieren müssen, bevor sie vollen Marktzugang erhalten. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den wachsenden Wettbewerb durch chinesische Subventionen und die unter der Politik von Donald Trump eingeführten US-Zölle.

Kretschmann kritisierte zudem das EU-weites Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 als Fehlentscheidung. Zwar setzt er sich für stärkere europäische Lieferketten ein, doch seit seiner Äußerung wurden keine konkreten Maßnahmen – wie neue Fonds oder verbindliche Vorgaben – eingeleitet. Der Politiker Cem Özdemir hatte zuvor einen Transformationsfonds für Zulieferer vorgeschlagen, doch auch hier folgten keine konkreten Schritte.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die Forschung und Entwicklung, um Europas Führungsrolle bei der Batterietechnologie der nächsten Generation zu sichern. Unklar bleibt jedoch, wie die Finanzierung aussehen und wann die Pläne umgesetzt werden sollen.

Die Forderung nach lokalen Wertschöpfungsregeln und Innovationen im Batteriesektor zeigt Europas Willen, sich aggressiver auf den globalen Märkten zu behaupten. Unternehmen, die Zugang zu europäischen Kunden suchen, könnten bald verpflichtet werden, in der Region zu produzieren und zu investieren. Bisher befinden sich die Pläne jedoch noch in einem frühen Stadium – unmittelbare politische Änderungen stehen noch aus.