EY Deutschland wächst trotz Wirecard-Folgen und Prüfverbots leicht um 2,3 %
Gabor HethurEY wächst trotz Wirecard-Sanktionen leicht - EY Deutschland wächst trotz Wirecard-Folgen und Prüfverbots leicht um 2,3 %
EY Deutschland verzeichnet leichten Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2024/25
EY Deutschland hat für das Geschäftsjahr 2024/25 einen moderaten Umsatzzuwachs gemeldet. Die Erlöse des Unternehmens stiegen um 2,3 %.
Das am 1. Juli 2024 begonnene und bis zum 30. Juni 2025 laufende Geschäftsjahr war vor allem von den Steuerberatungsdienstleistungen geprägt, die den höchsten Umsatzanteil erwirtschafteten. Allerdings sieht sich das Unternehmen weiterhin mit Einschränkungen konfrontiert: Seit dem Verbot, neue Prüfungsaufträge für Unternehmen von öffentlichem Interesse anzunehmen, muss EY mit den Folgen des Wirecard-Skandals leben. Diese Sanktion bleibt bis März 2026 in Kraft.
Henrik Ahlers, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, nannte die schwache Konjunktur und geopolitische Risiken als centrale Herausforderungen. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch, dass das laufende Geschäftsjahr ein stärkeres Wachstum bringen werde. Unterdessen kündigte die Allianz SE an, EY ab 2027 als neuen Abschlussprüfer vorschlagen zu wollen. Ahlers selbst wird 2026 eine erweiterte Rolle übernehmen und den Vorsitz der deutschsprachigen EY-Geschäftsführung übernehmen. Zur leichten Umsatzsteigerung trug auch die Umstrukturierung des Unternehmens bei, im Rahmen derer unrentable Bereiche abgebaut wurden.
Die Entwicklung von EY im Geschäftsjahr 2024/25 spiegelt sowohl anhaltende Belastungen als auch strategische Anpassungen wider. Das Verbot neuer Prüfungsmandate und externe Druckfaktoren werden die Geschäftstätigkeit mindestens bis 2026 prägen. Die geplante Bestellung durch die Allianz SE unterstreicht jedoch das Vertrauen in die langfristige Marktposition des Unternehmens.