FDP-Chef Dürr will Grundschulbudget bis 2025 verdoppeln – doch wie?
Hans-Jürgen PeukertFDP-Vorsitzender Dürr fordert Verdopplung der Grundschulförderung - FDP-Chef Dürr will Grundschulbudget bis 2025 verdoppeln – doch wie?
Christian Dürr, Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat vorgeschlagen, die Ausgaben für Grundschulen bis 2025 zu verdoppeln. Bei einer Rede in Stuttgart argumentierte er, Deutschland solle mehr in die frühe Bildung investieren, um mit den führenden europäischen Nationen gleichzuziehen. Derzeit gibt Deutschland nur 0,75 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Grundschulbildung aus – deutlich weniger als Nachbarländer wie Dänemark und Norwegen.
Dürr forderte, die Mittel für Grundschulen auf 1,5 Prozent des BIP zu erhöhen. Dieser Anstieg, so seine Begründung, würde "die bestmögliche Bildung zu Beginn des Lebens" sichern. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Deutschland hinter Ländern wie Norwegen zurückliegt, das 2,0 Prozent seines BIP für Grundschulen ausgibt, oder Dänemark, das 1,5 Prozent bereitstellt.
Laut Dürr würde die Finanzierung des Plans nur einen Bruchteil – konkret ein Zwanzigstel – der Sondervermögen der Bundesregierung erfordern. Der FDP-Chef stellte die Maßnahme als notwendigen Schritt dar, um Bildungsstandards von frühester Kindheit an zu verbessern. Nähere Angaben zum Finanzierungsmodell fehlten jedoch in der Stuttgarter Ankündigung.
Mit dem Vorschlag würde Deutschland sein Engagement für Grundschulen auf das aktuelle Niveau Dänemarks anheben. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte sie die Frühbildungsfinanzierung neu gestalten, ohne die bestehenden Haushalte stark zu belasten. Noch ist jedoch offen, wie die zusätzlichen Mittel konkret auf die Schulen verteilt werden sollen.