FDP in Baden-Württemberg setzt alles auf CDU-Koalition vor der Riskowahl 2025
Verena KramerRülke schließt Regierung mit Grünen und SPD aus - FDP in Baden-Württemberg setzt alles auf CDU-Koalition vor der Riskowahl 2025
Baden-Württembergs FDP setzt auf Koalition mit der CDU vor der nächsten Landtagswahl 2025
Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke schließt eine Ampelkoalition mit Grünen und SPD kategorisch aus. Doch die Partei steht vor einer schweren Prüfung: Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern könnte.
Im Wahlkampf positioniert sich die FDP klar gegen die grüne Landesregierung. Rülke kritisiert Ministerpräsident Winfried Kretschmanns Bilanz, insbesondere in Bildungspolitik und Bürokratie. Zudem wirft er der Regierung vor, ein „schädliches Verbrenner-Verbot“ vorangetrieben zu haben – eine Maßnahme, die mittlerweile fallen gelassen wurde.
Noch in dieser Legislaturperiode hatte die FDP die Grünen aufgefordert, ihre Koalition mit der CDU aufzugeben. Stattdessen schlug sie eine Ampelkoalition mit der SPD vor – eine Option, die nach der Wahl 2021 zwar möglich gewesen wäre, aber nie zustande kam. Offizielle Sondierungsgespräche gab es damals nicht. Jetzt setzt die Partei auf einen „bürgerlichen Kurswechsel“ und eine künftige CDU-geführte Regierung. Rülke bezeichnet die anstehende Wahl 2025 als die „Mutter aller Wahlen“ für die FDP und betont ihre Existenzfrage im Landtag.
Die Strategie der Liberalen ist eindeutig: Nur eine Koalition mit der CDU kommt infrage. Doch die Umfragen zeigen, dass die Partei um den Wiedereinzug in den Landtag bangen muss. Gelingt ihr der Sprung über die Fünf-Prozent-Marke, könnte ihr Drängen auf eine bürgerliche Regierung die politische Landschaft Baden-Württembergs nach der Wahl 2025 neu prägen.