03 March 2026, 11:02

Friedrich Merz sucht den "Chef-Reformer" für Deutschlands große Aufgaben

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, trägt die Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern sogar noch mehr für Reich und große Konzerne."

Friedrich Merz sucht den "Chef-Reformer" für Deutschlands große Aufgaben

Friedrich Merz hat seine Position als CDU-Vorsitzender nach einem richtungsweisenden Parteitag in Stuttgart weiter gefestigt. Das Ergebnis ließ selbst CSU-Chef Markus Söder neidisch zurück. Doch als Bundeskanzler seit 2025 steht Merz nun vor einer gewaltigen Liste an Reformen – im Inland wie im Ausland.

Die Herausforderung ist so groß, dass sein Kanzleramt kaum noch nachkommt. Immer lauter werden daher die Rufe nach einem "Chef-Reformer", der die Veränderungen vorantreibt – ähnlich wie einst Frank-Walter Steinmeier während der Agenda 2010.

Merz hat scharfe öffentliche Kritik und interne Parteiquerelen überstanden. Trotz der Unzufriedenheit ging er gestärkt aus dem Stuttgarter Parteitag hervor. Doch die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor: die Koordination umfassender Reformen in Sozialpolitik, Außenbeziehungen und innenpolitischen Fragen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Historisch betrachtet waren große Reformen in Deutschland oft an Schlüsselfiguren geknüpft, die zwischen Parteiführung und Regierungsarbeit vermittelten. Wolfgang Schäuble trieb als Finanzminister unter Angela Merkel finanzpolitische Veränderungen voran – in enger Abstimmung mit der CDU. Karl Lauterbach tat Ähnliches als Gesundheitsminister in der Gesundheitspolitik. Nun braucht Merz jemanden mit vergleichbarem Einfluss – einen "neuen Steinmeier" –, der das politische Terrain navigiert und Kompromisse aushandelt.

Die Suche nach diesem Reformer ist dringender als die laufende Kandidatensuche für das Amt des Bundespräsidenten. Gefragt ist eine Persönlichkeit, die parteiübergreifend Respekt genießt, Hindernisse aus dem Weg räumt und Interessen bündelt. Ohne eine solche Figur wächst die Gefahr, dass dringende Reformen im Dickicht aus Bürokratie und politischem Gezänk stecken bleiben.

Der Stuttgarter Parteitag bestätigte Merz' Führung, doch die Last der anstehenden Reformen bleibt ungemindert. Ein vertrauenswürdiger "Chef-Reformer" könnte das fehlende Bindeglied sein, um ehrgeizige Pläne in Taten umzusetzen. Bis diese Person gefunden ist, bleibt der Weg nach vorn ungewiss.