Führungsumbruch bei NPG: Zwei Schlüsselkräfte verlassen Medienholding Süd
Gabor HethurFührungsumbruch bei NPG: Zwei Schlüsselkräfte verlassen Medienholding Süd
Zwei Führungskräfte verlassen die Neue Mediengesellschaft (NPG) bis Ende des Jahres. Carsten Groß, Geschäftsführer der Medienholding Süd, und Christoph Reisinger, Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten und des Schwarzwälder Boten, haben sich beide für einen Abschied entschieden. Ihre Abgänge folgen auf die jüngste Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der Medienholding Süd durch die NPG Anfang dieses Jahres.
Carsten Groß stand mehrere Jahre an der Spitze der Medienholding Süd und prägte eine Phase des Wachstums. Unter seiner Führung verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der digitalen Reichweite, der Umsätze und der Markenbekanntheit. Sein Ausscheiden erfolgt, nachdem die in Ulm ansässige NPG im Mai 82 Prozent der Medienholding Süd von der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) übernommen hatte.
Christoph Reisinger leitete die Stuttgarter Nachrichten seit 2011 als Chefredakteur. 2023 übernahm er zusätzlich die redaktionelle Verantwortung für den Schwarzwälder Boten. Nun wechselt er zu Schwäbisch Media nach Ravensburg, wo er als Vorsitzender der Chefredaktion und Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung tätig sein wird.
Die personellen Veränderungen folgen auf eine Expansionsphase der Medienholding Süd. Nach der Übernahme der Gruppe durch die Südwest Presse im Jahr 2023 festigte das Unternehmen seine Marktposition in Baden-Württemberg. Die Auflage stieg um etwa 15 Prozent, während die Zahl der Digitalabonnements zwischen 2023 und 2026 um 25 Prozent zunahm. Treibende Kräfte dieses Wachstums waren die Kombination aus Print- und Digitalstrategien sowie eine erweiterte regionale Berichterstattung, insbesondere in Ulm und im Allgäu.
Die NPG hat noch keine Nachfolger für Groß oder Reisinger benannt. In Stuttgart übernehmen Tilo Schelsky (Vorsitzender) und Herbert Dachs nun gemeinsam die Führung der Zeitungsgruppe.
Sowohl Groß als auch Reisinger verlassen die NPG auf eigenen Wunsch. Ihre Abgänge markieren das Ende einer Wachstumsphase für die Medienholding Süd. Die künftige Führung und redaktionelle Ausrichtung des Unternehmens stehen noch nicht fest.






