G9-Initiative in Baden-Württemberg scheitert trotz Engagement an Unterschriften
Hans-Jürgen PeukertNeue Initiative für G9 für alle Klassen gescheitert - G9-Initiative in Baden-Württemberg scheitert trotz Engagement an Unterschriften
Bürgerinitiative in Baden-Württemberg scheitert mit Forderung nach neunjährigem Abitur
Eine Bürgerinitiative in Baden-Württemberg, die sich für die Rückkehr zum neunjährigen Abitur (G9) einsetzt, hat ihr Ziel verfehlt. Die Kampagne sammelte rund 27.000 Unterschriften – deutlich weniger als die benötigten 40.000, um eine parlamentarische Debatte zu erzwingen. Trotz dieses Rückschlags kündigten die Organisatoren an, sich weiterhin für die Gestaltung der Bildungspolitik einzusetzen.
Die Initiative hatte gefordert, das G9-Modell wieder einzuführen, um älteren Schülerinnen und Schülern die Wahl zwischen dem achtjährigen (G8) und dem neunjährigen (G9) Gymnasium zu ermöglichen. Die Landesregierung plant jedoch, G9 erst ab dem Schuljahr 2025/26 schrittweise für Fünft- und Sechstklässler einzuführen – ältere Jahrgänge bleiben damit vorerst ohne diese Option.
Gegenwind kam von den Verbänden der Gymnasiallehrkräfte sowie dem Landeselternbeirat, die sich gegen den Vorstoß aussprachen. Befürworter betonten hingegen, dass Schülerinnen und Schüler mehr Flexibilität in ihrer Schullaufbahn brauchten. Da die Petition die notwendige Unterschriftenzahl nicht erreichte, wird das Thema nicht im Landtag behandelt.
Die Initiatoren gaben jedoch bekannt, dass sie sich nicht zurückziehen werden. Stattdessen wollen sie sich neu formieren und zu einem günstigeren politischen Zeitpunkt erneut Gehör verschaffen.
Das Scheitern der Petition bedeutet, dass das G9-Modell älteren Schülerinnen und Schülern vorerst nicht zur Verfügung steht. Die schrittweise Einführung durch das Land wird wie geplant beginnen – zunächst für die jüngeren Jahrgänge ab 2025. Die Organisatoren der Initiative machten deutlich, dass sie weiter für einen breiteren Zugang zum längeren Bildungsweg kämpfen werden.