Großrazzia auf der A6: Polizei deckt massive Verstöße im Güterverkehr auf
Ludger RörrichtGroßrazzia auf der A6: Polizei deckt massive Verstöße im Güterverkehr auf
Großangelegte Verkehrskontrolle auf der A6 bei Mannheim
Am Donnerstag fand auf der Autobahn A6 bei Mannheim eine groß angelegte Verkehrskontrolle statt. Polizei und Zollbeamte führten über sechs Stunden lang gezielte Überprüfungen von Fracht- und Transportfahrzeugen durch. Dabei wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt, darunter unsachgemäß gesicherte Ladungen und Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten.
Die Aktion dauerte von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr und umfasste 43 Einsatzkräfte. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern des Zolls, des Bundesamts für Güterverkehr (BAG), der Bezirksregierung Rhein-Neckar sowie des Zentralen Bußgeldstellenamts. Insgesamt kontrollierten sie 48 Fahrzeuge und deren Fahrer.
Die Beamten stellten bei 14 Fahrern Verstöße gegen die vorgeschriebenen Ruhezeiten oder Überschreitungen der zulässigen Arbeitszeiten fest. In sieben Fällen handelte es sich konkret um Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen. Bei fünf Fahrzeugen war die Ladung mangelhaft gesichert, darunter ein Transport mit gefährlichen Gütern. Zudem beschlagnahmten Zollbeamte rund 40.000 Euro in einem Fahrzeug eines Speditionsunternehmens, das offene Bußgelder, ausstehende Mautgebühren und Steuerrückstände aufwies. Weitere Verstöße umfassten einen Fall von Dieselklau durch einen Lkw-Fahrer, Sozialleistungsbetrug sowie ein Fahrzeug mit technischen Mängeln. Auch ein missbräuchlich genutztes Kennzeichen wurde entdeckt, hinzu kamen sieben allgemeine Verkehrsverstöße.
Die Kontrolle unterstrich die anhaltenden Probleme bei der Einhaltung von Vorschriften im Güterverkehr. Die Behörden gingen insbesondere gegen unsichere Ladungen, Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen und finanzielle Unregelmäßigkeiten vor. Zu den beschlagnahmten Geldern oder den Fahrzeugmängeln wurde kein bestimmtes Unternehmen genannt.